Die besten Restaurants Teneriffas

Ein aktualisierter Überblick über die besten Restaurants auf Teneriffa – von Christian Romanowski

Auf Teneriffa wird eher rustikal gekocht. Oft haben die Restaurants keine ausgebildeten Köche. Das größte Problem ist die Konstanz der Zubereitung. Du gehst in ein Restaurant und es war genial. Also gehst Du nächste Woche wieder hin und Du bestellst das Gleiche, es schmeckt aber ganz anders und es sieht auch anders aus. Das ist uns so oft passiert. Frustrierend! Wir haben jetzt die sieben Besten ausgesucht.  Ausserdem noch welche für jeden Tag wie die wunderbare Pizzeria in La Laguna.

Als die besten Restaurants Teneriffas sehen wir folgende Restaurants an:
Platz 1: M.B. das Restaurant von Drei Sterne Koch Martin Beratsegui auf Teneriffa
Platz 2: El Rincon de Juan Carlos
Platz 2: nub
Platz 4: Kazan 
Danach kommt lange gar nichts mehr. Meine Frau sieht als ersten Verfolger die „Gastrobar AIE“ in El Sauzal während ich das La Bola de Jorge Bosch in El Sauzal mit seiner erneuerten kanarischen Küche dort sehe. Weitere Verfolger sind das Hayde in Puerto de la Cruz / La Orotava und das „El Posada del Pez„in Santa Cruz. Die Posada ist noch eine Stufe dahinter, aber auch deutlich preiswerter.
Danach kommen ein paar Restaurants wie landestypische „Donde Mario“ in Santa Ursula (das bei unseren letzten Besuchen nicht mehr empfehlenswert war) oder die Fischerrestaurants in Tajao. Das Kabuki, das ebenso wie das sehr gute M.B.im Abama Hotel ist, kann man sich schenken. Es war das schlechteste Sternerestaurant, in dem wir jemals aßen.
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La Barrica, El Sauzal, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zu dem Restaurant La Barrica in El Sauzal, Teneriffa

Eigentlich wollten wir zur Gastrobar, leider wird diese derzeit neu gestaltet. So sind wir zu einem Nachbarn gegangen. Die Gastrobar öffnet wieder am 23.Januar.

Comidas Casera bedeutet Hausmannskost und bekommt für uns immer mehr die Bedeutung von talent- und ausbildungsfreies Kochen. Das Restaurant La Barrica bietet also Hausmannskost, wie so viele kanarische Restaurants. Positiv ist, dass die Karte nicht sehr groß ist. 6 Vorspeisen, 8 Hauptgerichte Fleisch und 2 Fischgerichte, sowie drei Salate werden angeboten. Das Restaurant ist groß und hat viele Räumlichkeiten. Wir saßen am Fenster zur Strasse. Es war ziemlich kalt und relativ dunkel.

Wir nahmen als Vorspeise Ropa Vieja, (6€++)  ein bekanntes, auf den Kanaren entstandenes Gericht und die „Köstlichkeiten von der Blutwurst“ (5,50). Das Ropa Vieja war frei von Sauce und irgendeinem Konzept, allerdings hatten sie Hauptgerichtgröße. Die Köstlichkeiten der Blutwurst waren nur so eien Art süsse Minibouletten. Das es wenige waren störte nicht, keiner mochte sie. Der große gemischte Salat war okay (6,50).

An Fleisch hatten wir ein Schweinefilet (10€), Secreto Iberico (12€) und eine Pluma Iberico (13€). Der freundliche Kellner fragte uns, wie wir denn gerne das Fleisch hätten. Wir baten um zartrosa. Die beiden Filetsteaks waren komplett durch, ein Teil des Secretos „rare“, das andere durch. Die Pluma war perfekt und schmeckte am besten. Dazu gab es Pommes. Und je eine Maracuja- und eine Mangosauce separat, sowie eine Art Zwiebelmarmelade. Alle drei hatten eine so starke Süsse, dass jeglicher Schweinegeschmack komplett übertönt wurde. Diese Saucen passten nun überhaupt nicht zu den rustikalen Gerichten, wie sie serviert wurden.

Ausserdem hatten wir eine Flasche Wasser (1,50), 2 Flaschen Bier (je 1,90) und ein Glas mittelmäßigen Rotwein (1,50).  Warmes Brot wurde mit 1,80 Euro berechnet. Alle Preise zuzgl. 7 % IGIC.

Köstlichkeiten von der Blutwurst

Köstlichkeiten von der Blutwurst

Fazit: Wir zahlten am Ende zu Fünft 77 Euro, waren pappsatt, aber nicht sehr glücklich. Diese Hausmannskost hier ist auch wieder ausbildungs- und talentfrei, wie so oft. Man könnte denken, die spanische Küche wäre nicht gut, wenn man nur die Kanaren kennt.
Hier werden wir wohl ohne Not nicht wieder hingehen.

La Barrica, Avd. Immaculada Concepcion, 52 Bajo, 38360 El Sauzal. Tel.: 626 75 38 99
Montags geschlossen

Restaurant San Nicolas, El Sauzal

Restaurantkritik Restaurant San Nicolas, El Sauzal, Teneriffa

Nach dem ich schon oft am Restaurant San Nicolas vorbei gefahren bin – es liegt direkt an der Hauptstrasse – wollte ich es jetzt am vergangenen Montag – an dem ja viele geschlossen haben – nun endlich mal probieren. Das Gute ist, das San Nicolas hat durchgehend geöffnet, Dienstag Ruhetag.
Übrigens für die Sparfüchse: Die Tankstelle in El Sauzal ist eine der billigsten im Norden.

Das San Nicolas sieht nicht besonders aus, es hat eine sehr kleine Terrasse zur Strasse. Die Preise sind vergleichsweise hoch. Wir hofften also auf eine gute Küche. Wir hatten zwei Seefood Suppen (jeweils 3,31 Euro), Medallones de Solomillo en salsa (9,26 €}, papas arugadas (4€), Ensalada Tropical (7,95€} und Lapas (12,90 Euro).

Wir tranken ein Glas Rotwein (2 Euro) und eine 1l „Firgas mit“ Wasserflasche für 2,40 Euro.

Die Suppen waren lecker und schmackhaft. Die Medaillons waren eher kleine Schnitzel. Die Soße war sehr ananaslastig, meiner Frau gefiel die leichte Säure, mir war sie zu süss. Die Kartoffeln waren normal. Die Lapas, das sind Napfschnecken, sie leben am Felsen im Meer und gehören zu den Weichschnecken, wurden wie Schnecken in Öl präsentiert. Es waren vielleicht 20 Stück. Unsere Weichschnecken konnte man nach der Behandlung durch die Küche auch bei den Hartschnecken einordnen. Sie begeisterten wenig und erforderten ausdauerndes Kauen. Der tropische Salat war Salat mit Obst gemischt. Nicht sehr viel für den Preis, aber okay.

Der Service war freundlich kanarisch.

Wir bezahlten am Ende 48,29 Euro.

Fazit: Kochkunst oder auch Servierkunst erlebten wir im Restaurant San Nicolas in El Sauzal nicht. Das Essen war etwas teurer als woanders und unspektakulär. Ähnlich bekommt man es überall serviert. Es gibt für uns keinen Grund, noch einmal in das Restaurant San Nicolas zu gehen. Wenn wir in El Sauzal sind, würden wir die Gastrobar deutlichst bevorzugen. Die können kochen und auch servieren. Und die sind nicht teurer!

Gastrobar, El Sauzal

Eine Teneriffa Restaurantkritik

Heute sind wir mal besser essen gegangen, in die Gastrobar in El Sauzal.

Kennen Sie nicht? Glaube ich gerne. Wir haben es auch nur aus Zufall endeckt. Kaum zu finden. Sie fahren runter nach El Sauzal, an der günstigen Tankstelle mit Service vorbei, gleich hinter dem Markt fahren Sie wieder hoch und gleich wieder links, als ob Sie aus El Sauzal fahren wollen. Fahren Sie also wieder am Markt entlang. An der nächsten Kreuzung auf der rechten Seite ist die St. Andrews British School. Im roten Haus rechts daneben ist die Gastrobar.

Ein kleiner Laden, der einen mit einem Ferran Adria Spruch begrüßt. Es hört sich viel versprechend an. 2 Kellnerinnen, freundlich aber ohne Sprachkenntnisse, 1 Koch, 1 Köchin. Es gibt ziemlich große Tapas und kleine Pinchos. Es wird spanisch creativ mit sehr vielen lokalen, kanarischen Produkten gekocht. Ich würde 13 Punkte Gault Millau geben und einen BIB. Es hat uns nichts vom Hocker gerissen, aber es auch nichts wirklich daneben. Manchmal waren die Speisen etwas zu süß (Salat mit Honig von La Palma), manchmal etwas zu sauer wie der kalte Peto Fisch. Oft war es auch etwas zu ölig.

Wir würden 1x im Monat oder alle 2 Monate hingehen.

Klasse waren die Deserts, wir haben alle drei probiert. Maracuja Sorbet, Maracuja Schaum, Guaven Schaum, jeweils zu 3,50 Euro auch sehr preiswert. Diese Deserts würden auf 15 GM kommen. Man kann auch nur zum Dessert kommen und einen Caffe con leche für 1 Euro dazu trinken!

Öffnungszeiten und Telefon unten auf einem Foto.

9.November 2012 – heute waren wir wieder in der Gastrobar

Der Koch kann kochen, er sollte nur weniger verspielt und mehr zum Punkt kommen. Wissend, wie er kocht haben wir deswegen eher simple Gerichte gewählt, die dann nicht so simpel waren. Keine Reisser, aber lecker. Die Desserts mögen wir immer besser! Klasse ist der Espuma von Jogurt und frischer Maracuja (3,50). Der Kaffee überzeugte auch diesmal nicht. Unsere Eindrücke unter den Bildern oben (ab Timbale).