Restaurante Enyesque, Santa Ursula

Eine Restaurantkritik von Christian Romanowski

Zufällig fanden wir das neue Restaurant Enyesque in Santa Ursula an der Carretera General im Ortsteil Cuevas de la Villa. Von Santa Ursula kommend nach der Autobahnausfahrt das zweite Gebäude auf der rechten Seite. Eigentlich wollten wir in die gegenüberliegende Gastrobar Naife gehen. Auf der Fahrt dorthin stellte meine Frau fest, dass ein Großteil der Bewertungen bei Google und TripAdvisor offensichtlich gefaked waren. Da kam uns das Enyesque sehr entgegen. Das Naife gibt es auch nicht mehr …

Der Service ist freundlich und spricht akzeptabel Englisch und ein wenig Deutsch. Von den zwei Inhaber-Köchen war heute einer nur da und gab den Alleinkoch. Er kochte sehr routiniert und auf den Punkt.

Zuerst kamen zwei recht belanglose Brötchen. Bei Lidl gibt es leckere! Dazu gab es etwas Feigenbutter und eine besondere Aioli, die mir auch nicht im Gedächtnis blieb. Brot werden wir das nächste Mal abbestellen.

Wir entschieden uns, zwei Vorspeisen und ein Hauptgericht zum Teilen (para picar) zu bestellen. Größenmässig konnten wir kaum einen Unterschied feststellen.

Zuerst kamen die gekochten Auberginen mit Hoisin Sauce und einem körnigen (Ziegen?)Käse.

Auberginen mit Hoisin Sauce

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Restaurant Lucas Maes, Puerto de la Cruz, La Orotava, Teneriffa

Durch eine Restaurantkritik aufmerksam geworden, besuchten wir heute das Restaurant Lucas Maes. Die Anfahrt ist etwas abenteuerlich. Die Zufahrt liegt genau in der Auffahrtsrampe zur Autobahn Richtung Icod vom Botanico(Puerto de la Cruz) kommend. Wenn Sie von der Autobahn kommen (Ausfahrt Martianez / Botanico von Puerto) müssen Sie erst bis zur Brücke vorm Botanico fahren, um wenden zu können.

Das Restaurant selber ist kitschig-nett. Man sitzt auf Imitat-Raubkatzenfell bezogenen Stühlen drinnen mit Asia Deko. Man kann bei gutem Wetter auch draußen auf Gartenstühlen sitzen.
Wir kamen um 19.30 Uhr und das Restaurant war noch leer. Uns wurde ein Tisch am Eingang zu gewiesen, es war der letzte freie, so der Kellner. (Als wir um 21.15 Uhr gingen, war immer noch ein schönerer frei, den wir auf Nachfrage nicht bekamen).

Der Service war durchgehend freundlich, langsam, unorganisiert und inkompetent. Nach dem wir saßen, wurde erst mal der Tisch eingedeckt. Auch danach dauerte es ewig, bis wir die Speisekarten bekamen. Die deutsche Karte ist lustig – „Teste Menü“ – und die Preise teilweise höher als in der spanischen oder englischen Karte. Keine Böswilligkeit, nur Schlamperei. Als wir bestellen wollten, war wieder niemand im leeren Restaurant zu sehen. Im Laufe des Abends füllte sich das Restaurant mit Deutschen und Spaniern.

Es gab sehr leckeres, frisches Brot, Butter und Käse, Tapinaden und anderes. Prima!

Wir bestellten ein Lachs-Sahsimi und drei mal das ausgebeinte T-bone Steak. Zwei Steaks 3/4, eins medium. Vor ab zwei Gläser Cava zu 3,50 Euro, die dann später mit 4 Euro berechnet wurden. Rotwein gibt es nicht glasweise. Das wusste der Kellner auch nicht. Der Kellner wusste sowieso nicht viel. Leider konnten wir auch nicht viel sprechen, weil mein spanisch nicht gut ist.

Vorab bekam wir als Gruß aus der Küche jeder ein Käsebällchen auf Zwiebelmarmelade. Das erinnerte daran, das der Küchenchef und Inhaber, der nicht anwesend war, ein Belgier ist. Originell.

Das Lachs Sashimi war weniger originell. Es war auch gar kein Sashimi. Es war stark mariniert und ungemein beherzt mit groben Salz gesalzen. Für meinen Geschmack deutlich übersalzen, man schmeckt kaum den Lachs durch Salz und Marinade. Die Aufmachung war wie ein Sashimi mit Gari und Wasabi, jedoch ohne Sojasosse. Auch Stäbchen wurden gereicht. Für Junior nicht, der bekam meine und ich bekam neue. Die Qualität des Lachses war okay, aber nicht berühmt. Hätten wir doch lieber den lokalen Thunfisch statt des TK-Lachses aus Norwegen genommen, nur davon wusste unser Kellner nichts. Das war ein leider am Thema komplett vorbei. Der später kommende Nebentisch bestellten diesen beim deutschen Maitre Sven.

Dann kam unser Fleisch. Alle drei Teller hatten die gleiche Garung, zwischen Medium und medium well. Das war okay, weil es gut schmeckte. Auch Junior war begeistert. Auch hier wurde nicht mit Salz gespart, es war aber nicht übersalzen. Zum Fleisch gab es Kartoffelpüree und Pilze. Der Gang war okay.

Eigentlich wollten wir noch ein Desert. Ich verlangte dreimal nach der Karte und nichts passierte. Dann verlangte ich nach der Rechnung stattdessen, die schnell kam. Zur Rechnung bekamen wir noch ein gesalzenes Schoko-Lollipop Eis.

Wir zahlten mit 1 Liter Wasser 93 Euro. Für Europa ist da  okay, für Teneriffa etwas teuer.

Fazit: Das Fleisch hat es rausgerissen. Wir werden noch einmal kommen und andere Sachen probieren. Die Köche können kochen, die Gerichte sind aber zu überfrachtet, zu unmodern. Der Service müsste besser trainiert werden und über die eigenen Produkte Bescheid wissen. Auch unschön, dass die Preise der Karte nicht berechnet werden. Und das Salzproblem war hoffentlich nur heute. Ansonsten ein Laden für Ziegen! Wir werden trotzdem wiederkommen.

Das Restaurant Lucas Maes hat jetzt auch eine etwas wirre Webseite: Restaurant Lucas Maes Tenerife

Erneuter Besuch Dezember 2012
Wieder begeisterte der Service wenig. Auch wenn diesmal Maitre Sven (deutsch) und die Chefin (englisch-sprachig) anwesend waren. Wenigstens klappte die Kommunikation. Wer es aber gern zackig und schnell haben möchte, sollte nicht am Wochenende kommen, wenn die Hütte voll ist.
Wir wählten das kleine Menü zu 29 Euro (zzgl. 7 % IGIC). Das ist enorm günstig, speziell wenn man es z.B. mit der Goldenen Gans vergleicht, die ähnliche Preise aufruft. Lucas Maes kann kochen. Das hat auch der Michelin festgestellt, der ihn erwähnt, aber keinen Stern gibt. Zwei Sterne gibt es nur im Süden. Wer gerne gut isst, sollte auf jeden Fall zu Lucas gehen! Tolle Qualität zum kleinen Preis.
Das kleine Menü bestand aus Käsebällchen – als Snack in der Karte beschrieben -, anschliessend ein ordentliches Carpaccio und als wahren Höhepunkt des Abends, Bäckchen vom iberischen Schwein in Rotweinsauce mit Kartoffelpüree und Edelpilzen. Das Hauptgericht war perfekt. Weniger schön war, dass wir immer 45 Minuten vor abgegessen Tellern saßen, ehe die abgeräumt wurden. Die Creme Brulee war gut, aber langweilig.

Leider war der Akku meines Telefons alle, so dass ich keine Fotos machen konnte.

Fotos können Sie im Gourmet Report sehen

2018: Lucas Maes und seine Frau haben sich getrennt! Lucas ist in den Süden gegangen und seine Frau eröffnete das LArena53 oder so. Leider lief das nicht. 2019 wird das Haydee die sehr schönen Räumlichkeiten beziehen. Der Service wird dann weiterhin – wie an diesem Ort gewohnt – bleiben ….

Restaurant Orquidea, La Paz, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zum Restaurant Orquidea, La Paz, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Als wir im Kartoffelhaus aßen, sind wir die Hauptstrasse in La Paz runtergelaufen und entdeckten das Orquidea. Ein Restaurant und Creperie. Offenbar in französischen Besitz.

Das Orquidea war das skurrilste Restaurant, in dem wie bisher auf Teneriffa waren. Es war irgendwie farblich barbiemässig eingerichtet und man sitzt an zu niedrigen Tischen auf Korbsesseln, die mit einer Husse aufgehübscht sind. Die etwas ältere deutsche Bedienung sieht aus wie aus einem baskischen Film, ganz in schwarz mit Baskenmütze. Zwischen drin läuft ein alter Franzose – auch ganz in schwarz – durch das Restaurant, laut erzählend in Richtung Küche, wo ihm die Dame des Hauses genauso laut in französisch antwortet.

Wir alle mögen Kalbsleber. Bisher hatten wir das noch auf keiner Speisekarte gesehen. Darum bestellten wir 4x Kalbsleber (9,95 € incl., 1 Glas Rotwein (1,50€) udn 0,5l Mineralwasser (2x a 1,80). Die Kalbsleber war neben den Kutteln und Coq au vin als Spezialität annonciert. Sie kam mit Zwiebeln und Apfel.
Normalerweise erhält ja die Leber zusammen mit den karamelisierten Zwiebeln und Apfel einen ganz eigenen Geschmack. Hier wurde die -qualitativ hochwertige – Leber gekonnt einzeln gebraten. Nun war es, als ob man drei Sachen zusammen hatte, die nicht zusammengehörten. Schmorzwiebeln, gedünsteten Apfel und gebratene Leber. Dazu kam noch Püree aus der Tüte, mit Wasser angerührt und so geschmacksneutral, das auch salzen nicht half. Das war schade, denn die Leber war gut und auch gut gebraten.
Die Bedienung fand das Kartoffelpüree jedoch prima 🙂

Am Ende zahlten wir 45 Euro, waren nicht sehr satt und nicht sehr glücklich. Vielleicht gehen wir dort mal hin und probieren einen Crepes, aber vermutlich wohl eher doch nicht.

 

La Casa de las Papas, Kartoffelhaus, La Paz, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zum Restaurant La Casa de las Papas, Kartoffelhaus, La Paz, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Das „Kartoffelhaus“ befindet sich in der Nähe des SUMA (ehemals Super 2000) Supermarkts. Von dort kommend immer rechts lang, nach 50 Metern auf der rechten Seite.

Das Kartoffelhaus gibt es seit 2 Jahren und wird von einem norddeutschen Paar betrieben. Ich wurde auf das Restaurant aufmerksam, da es in einem Forum von einem sehr wählerischen Mitglied empfohlen wurde. Das Restaurant wird offenbar von den deutschen Senioren geschätzt.

Die Bedienung ist ausgesprochen nett. Die Speisekarte ist sehr umfangreich, aber modular aufgebaut. Ich habe einige Seiten fotografiert.

Wir bestellten Geschnetzeltes mit Rösti in Pfefferrahmsauce (9,90 € inkl.), Bratkartoffeln mit Spiegelei und Spinat (6,90), 1 Wasser mit (1,10) und 1 Glas Rotwein (1,50).

Es fing sehr gut an. Ein guter Beilagensalat mit hausgemachter Thousand Island (?) Sauce. Dann kam das Geschnetzelte in einer zu pfeffrigen Rahmsauce. Der Pfeffer übertönte alles. Die drei Rösti-Ecken waren frittiert, die Sauce hausgemacht. Die Bratkartoffeln schwammen im Fett, waren aber nicht knusprig. Als Spinat hätte ich mir den mit dem Blub gewünscht, stattdessen kam etwas ziemlich zerkochtes.

Fazit: Zu Zweit 20 Euro, aber kulinarisch eher uninteressant. Vielleicht gehen wir noch einmal hier hin und probieren was anderes, weil die Wirtin so nett ist.

Nach dem Essen spazierten wir noch die Straße runter und aßen ein Stück Pflaumenkuchen und einen Apfelstrudel bei Barbara im Algusto-Cafe. Auch hier war die Bedienung besser als das Essen.

China Restaurant Jardin Imperial, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zum China Restaurant Jardin Imperial, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Das Restaurant befindet sich von Puerto de la Cruz kommend und Richtung Loro Park fahrend direkt hinter dem Barranco, in dem Shopping Strip gegenüber der Playa Jardin (Strand).

In dieser Shopping Plaza befinden sich mehrere Restaurants und Snack Bars. Einige Outlets sind geschlossen. Direkt neben dem Barranco liegt eine Snackbar, die offensichtlich gerne von älteren deutschen Touristen besucht wird, die dort auch Open Air eine Partie Pool Billard spielen können. Das Restaurant „Jardin Imperial“ liegt neben leerstehenden Restaurants. Innen ist es absolut trashig, man hat den Eindruck, eine oder mehrere chinesische Großfamilien wohnen dort. Also sassen wir relativ kalt draussen auf der Terrasse.
Der Inhaber kommt aus der Mandschurei und spricht relativ gut Englisch. Die Mandschurei ist der äusserste nordöstliche Zipfel von China, angrenzend an Sibirien und Nordkorea.
Der Inhaber empfahl uns authentische Gerichte, die auch Chinesen bei ihm essen. Als typisch mandschurisches Gericht empfahl er Beef auf der sizzling plate (7,50€ ++), als kantonesiches Gericht Schweinefleisch süß-sauer (4,30 Euro) und die Singapur Reisnudeln (Fideo Esti, 5,25€). Ausserdem hatten wir  eine Schale weissen Reis (1,20) und Eierreis (3,25€). Wir tranken vier frische Orangensäfte (0,2l zu je 2,40€).

Das mandschurische Gericht gefiel uns nicht, das süss-saure Schweinefleisch mochten wir, die Singapur Nudeln machten einen authentischen Eindruck. Der recht gute weil nicht fettige Eierreis hatte nur Eier, kein Gemüse dabei. Kein besonders guter Chinese, für Teneriffa jedoch sicher einer der Besseren. Unterirdisch ist der Service. Nicht wie in China üblich kamen die Gerichte zeitversetzt, sondern alles zusammen, so dass einiges schnell kalt wurde. Es war nie jemand vom Service zu sehen, es fragte auch keiner ob es schmeckt.

Fazit: Wir zahlten zu viert 33,28 Euro. Zieht man 10 Euro für O-Säfte ab, waren das 23 Euro, unter 6 Euro pro Person. Wir gingen pappsatt aus dem Restaurant. Wir aßen akzeptabel. Wir werden wohl manchmal dahingehen.

 

Restaurante Peruano, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zum Restaurante Peruano in Puerto de la Cruz, Teneriffa

Das Restaurant ist leicht zu finden, es ist am Busbahnhof, ein Stückchen hinter der Post in Richtung Loro Park. Auf der Seite der Post im Keller.

Ich habe gerade gelesen, die Peruanische Küche soll  derzeit die leckerste der Welt sein. Gut, dass wir in Puerto de la Cruz einen Peruaner haben, das Restaurante Peruano.

Wir bestellten natürlich Ceviche oder wie es hier heisst Cebiche (€ 6,75 ++) . Ceviche wird als das neue Sushi gehandelt. Causa Limena (4,65) und Scharfe Langustinos (12,95€). zum Nachtisch Mazamorra Morada (3,45), einen Cafe und 0,5l Wasser.

Die Cebiche schmeckten nur nach Zitrone. Causa Limena ist eine Art leicht saurer Kartoffelsalat. Die scharfen Shrimps, ich habe den Peruanischen Namen vergessen, überzeugten nicht. Sie schwammen in einer bräunlichen Sauce rum und begeisterten wenig. Der Nachtisch, Mazomorra war okay, für den Preis würde ich aber lieber in der Gastrobar die modernen leckeren Deserts nehmen.

Fazit: 35 Euro zu zweit in einem wenig charmanten Kellerlokal für ein interessantes neues Essen, das aber nicht unbedingt begeisterte. Vielleicht war heute kein Könner in der Küche? Wir werden noch einmal hin und andere Gerichte testen. Es muss doch was dran sein an der peruanischen Küche!

La Barrica, El Sauzal, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zu dem Restaurant La Barrica in El Sauzal, Teneriffa

Eigentlich wollten wir zur Gastrobar, leider wird diese derzeit neu gestaltet. So sind wir zu einem Nachbarn gegangen. Die Gastrobar öffnet wieder am 23.Januar.

Comidas Casera bedeutet Hausmannskost und bekommt für uns immer mehr die Bedeutung von talent- und ausbildungsfreies Kochen. Das Restaurant La Barrica bietet also Hausmannskost, wie so viele kanarische Restaurants. Positiv ist, dass die Karte nicht sehr groß ist. 6 Vorspeisen, 8 Hauptgerichte Fleisch und 2 Fischgerichte, sowie drei Salate werden angeboten. Das Restaurant ist groß und hat viele Räumlichkeiten. Wir saßen am Fenster zur Strasse. Es war ziemlich kalt und relativ dunkel.

Wir nahmen als Vorspeise Ropa Vieja, (6€++)  ein bekanntes, auf den Kanaren entstandenes Gericht und die „Köstlichkeiten von der Blutwurst“ (5,50). Das Ropa Vieja war frei von Sauce und irgendeinem Konzept, allerdings hatten sie Hauptgerichtgröße. Die Köstlichkeiten der Blutwurst waren nur so eien Art süsse Minibouletten. Das es wenige waren störte nicht, keiner mochte sie. Der große gemischte Salat war okay (6,50).

An Fleisch hatten wir ein Schweinefilet (10€), Secreto Iberico (12€) und eine Pluma Iberico (13€). Der freundliche Kellner fragte uns, wie wir denn gerne das Fleisch hätten. Wir baten um zartrosa. Die beiden Filetsteaks waren komplett durch, ein Teil des Secretos „rare“, das andere durch. Die Pluma war perfekt und schmeckte am besten. Dazu gab es Pommes. Und je eine Maracuja- und eine Mangosauce separat, sowie eine Art Zwiebelmarmelade. Alle drei hatten eine so starke Süsse, dass jeglicher Schweinegeschmack komplett übertönt wurde. Diese Saucen passten nun überhaupt nicht zu den rustikalen Gerichten, wie sie serviert wurden.

Ausserdem hatten wir eine Flasche Wasser (1,50), 2 Flaschen Bier (je 1,90) und ein Glas mittelmäßigen Rotwein (1,50).  Warmes Brot wurde mit 1,80 Euro berechnet. Alle Preise zuzgl. 7 % IGIC.

Köstlichkeiten von der Blutwurst

Köstlichkeiten von der Blutwurst

Fazit: Wir zahlten am Ende zu Fünft 77 Euro, waren pappsatt, aber nicht sehr glücklich. Diese Hausmannskost hier ist auch wieder ausbildungs- und talentfrei, wie so oft. Man könnte denken, die spanische Küche wäre nicht gut, wenn man nur die Kanaren kennt.
Hier werden wir wohl ohne Not nicht wieder hingehen.

La Barrica, Avd. Immaculada Concepcion, 52 Bajo, 38360 El Sauzal. Tel.: 626 75 38 99
Montags geschlossen

Asadores La Villa, La Orotava, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zum Restaurant Asadores La Villa, La Orotava, Teneriffa

Der Grill „Asadores La Villa“ in La Orotava, Teneriffa, liegt direkt gegenüber der Ausfahrt des Shoppingcenters „La Villa“ (=Alcampo). Dort wo jetzt dieser spanische Kettenitaliener DaCanio auch drin ist, sowie zwei dieser China-Kaufhäuser und ein Nissan-Händler.  Der „japanische“ Kaitensushi Laden hat wieder zu, zurecht, das war eine Katastrophe.

Wir gehen gerne zum Asador (Fleischgrill). Nicht wegen der Hühner, sondern fürs gegrillte SchweineKotelett. Bisher sind wir immer zum ASADOR in Puerto gegangen. Dort ist es etwas ruppig im Service und die Qualität von sensationell bis naja vorhanden. Also keine Konstanz.

Nun probierten wir diesen Asador aus. Hier sind die Leute super nett. Der Koch zeigte mir seine Küche und seinen Grill. Das gesamte Ambiente ist allerdings wie eine Fabrikhalle. Der Griller empfahl mir das Secreto Iberico (Das Geheimis des iberischen Schweines, es liegt zwischen dem Schulterblatt und dem Bauchspeck und ist ein gut mit Fett durchwachsenes Fleisch). Es kostet 11,90 Euro, das zahlt man auch im Restaurant, z.B. im Taller in La Quinta. Hier waren es zwei schmale Fleischstücke, eins war etwas zäh, aber auch lecker, das andere ziemlich gut. Wir werden hier das nächste Mal vermutlich das Kotelett probieren (5,90 Euro).

Etwas bahnhofshalliger Charakter

Etwas bahnhofshalliger Charakter

Secreto de Iberico

Secreto de Iberico

Weitere Fotos verweigert das Programm!?

Tiroler Alm, La Paz, Puerto de La Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zur Tiroler Alm, La Paz, Puerto de La Cruz, Teneriffa

Das Restaurant ist ganz leicht zu finden. Wenn Sie die Autobahnausfahrt Botanico genommen haben, fahren Sie Richtung Botanico, am Hotel Botanico vorbei, dann kommt es nach ca. 100 Metern auf der rechten Seite.

Wir waren um 18.30 Uhr da. Wir amüsierten uns über die Touristen, die draussen in der Kälte saßen. Es war vielleicht 16°C und etwas windig. Für uns draussen zu kalt. Aber drinnen war es knüppeldicke voll. Klar, warum so viele draußen saßen. Viele alte Herrschaften, aber auch ein paar Jüngere. Geschmissen wird der Laden charmant und routiniert von zwei Mädels, einem etwas Reiferen und einem recht hübschen Jüngeren. Diese Menge zu Zweit schafft niemand sonst in Puerto. Ist auch nicht notwendig, ist ja nirgends so voll.

Das Gasthaus selber ist rustikal. Das Besteck ein Sammelsurium, die Teller haben oft einen Schlag abbekommen. Ist nichts, wenn Sie die neue Freundin ausführen wollen.

Die Tageskarte versprach gefüllte Paprika und Kohlroulade, jeweils für 5 Euro. Das war wohl der Grund, warum es so voll war. Wir bestellten beide Paprikaschoten und für den Junior „Rotkäppchen“, eine Schweineschnitzel mit Pommes, irrtümlich als Wiener Schnitzel, das ja bekanntlich Kalb ist, bezeichnet. Für sagenhafte 3,50 Euro.

Die gefüllte Paprika mit Reis schmeckte wie bei Muttern. Keine große Küche, aber frisch und lecker. Junior mochte das Rotkäppchen auch. Und wir alle mochten den etwas rauhen, aber stets liebenswerten Charme der Serviertöchter.

Zum Abschluß gönnten wir uns noch zu Dritt einem Kaiserschmarren (4,60 Euro). Meine Frau trank ein großes Glas Rotwein (1 Euro), Junior und ich teilten uns 0,5 Wasser (1,50 Euro, alle Preise inklusiv). Für 20,60 Euro haben wir den Laden glücklich verlassen. Junior bekam noch Süßigkeiten mit auf den Weg.

Tendenziell fand ich die Karte in der Tiroler Alm auch zu groß. Ich war schon mal vor Jahren da und hatte ein „Wiener Schnitzel“ und war nicht glücklich. Es mag eine Tagesform dort geben. Wir werden wieder hingehen und berichten. Das Tagesgericht war auf jeden Fall ordentlich und das Preis/Leistungsverhältnis gut.

Entschuldigung, den Kaiserschmarren haben wir so schnell gegessen, da ging kein Foto mehr!

Calle Acevino, 38400 Puerto de la Cruz, Teneriffa

Erneuter Besuch Januar:
Es war wieder knüppeldicke voll, wir mussten 20 Minuten warten. Wir hatten eine Riesenportion – typisch für spanische Restaurants – komplett zerkochte Spaghetti Bolognese, einen Hackbraten mit Industriesauce und zerkochten Kartoffeln, einen sehr hochwertigen Tartar (allerdings auch 15 Euro) und einen gigantisch großen, sehr leckeren Fleischspieß mit Super-Boulette! In meinem gut gezapften Bier schwamm auch etwas Brot rum, wir reklamierten aber nicht, weil Resi und die junge Bedienung so im Stress waren. Heute war es nicht so überzeugend, aber freundlich wie immer.

Erneuter Besuch
Schon gestern wollten wir hin, aber es war so voll, das wir dann das Orquidea getestet haben. Heute hatten wir das Glück, dass gerade viele Gäste gingen, so mussten wir um 18.45 Uhr nur 15 Minuten warten. Vor 19 Uhr sieht es auf der Alm im Januar wie im Altenheim in Wuppertal aus. Ab 19 Uhr ändert sich das Publikum und verjüngt sich etwas und wird internationaler. Auch Skandinavier und Holländer kommen zur Alm. Es ist enorm, was Resi und ihre jüngere Kollegin schaffen. Das schaffen keine anderen Kellner auf Teneriffa. Nicht nur, dass sie alleine bedienen, sie machen auch die Bar selber.  Heute gab es wieder Paprikaschoten mit Reis. 5 Euro. Hatten meine Frau und ich. Junior hatte Rotkäppchen, Schnitzel mit Pommes (3,50€). Unglaubliche Preisleistung. Und unser Aupair hatte wieder Spaghetti Bolognese 5€. Ich fand die Spaghettin nicht lecker, da die Nudeln spanisch-style zerkocht waren. 2 Glas sehr gute gezapftes Pils (je 2 Euro) und für die Kinder 0,5l Wasser (1,50€). Zu viert teilten wir uns einen köstlichen Kaiserschmarren mit Apfelmus (4,60€).  Ich zahlte am Ende 28,60 Euro plus 3,50 Tip. Unschlagbarer Preis. Und wir waren lecker und zufrieden. Am Ende bekam Junior auch noch Süssigkeiten, weil er alles aufaß! Heute verliessen wir die Tiroler Alm glücklich, fast beschwingt!

Calle Aceviño, 33, 38400 Puerto de la Cruz, Stadtteil La Paz

Mittwoch12:00–15:00, 18:00–22:00
DonnerstagGeschlossen
Freitagnur am Abend: 18:00–22:00
Samstag12:00–15:00, 18:00–22:00
Sonntag12:00–15:00, 18:00–22:00
Montag12:00–15:00, 18:00–22:00
Dienstag12:00–15:00, 18:00–22:00

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Sergi Arola Gastro, Madrid

Eine Restaurantkritik zu Sergi Arola Gastro, Madrid

Nach dem wir lange dem doch nur mässigen Essen in Teneriffa ausgesetzt waren – jetzt wird die Volksseele wieder kochen, aber es ist nun mal nicht prall, was der Norden kulinarisch bietet – haben wir nun einen Ausflug zu Sergi Arola Gastro nach Madrid gemacht.

Hier erkochte der junge Italiener Federico Giacalone zwei Michelinsterne. Ganz zu Recht!. Noch nie haben wir in Spanien so gut gegessen wie in Sergi Arolas Gastro – das El Bulli in Roses mal ausgenommen. Wir waren Samstag um 14 Uhr zum Lunch da. Weil es Samstag ein Kindermenü zu 25 Euro gibt und weil abends erst um 21 Uhr aufgemacht wird. Das ist früh für Madrid!

Ich lasse einfach mal die Fotos hier sprechen. Das Essen war sensationell lecker, der Service professionell. Es war einfach gut. Wir zahlten zu dritt incl. 2 Flaschen Wasser und je 1 Glas Wein 270 Euro inkl. Trinkgeld. Wir waren sehr glücklich nach dem Essen!

Wenn Sie es können, besuchen Sie das Sergi Arola Gastro in Madrid!