Restaurants für jeden Tag im Norden von Teneriffa

Weitere Tipps für den Alltag

Ich werde immer wieder gefragt, wohin ich jeden Tag gerne gehe. Das ist viel schwerer als die Liste der besten Restaurants von Teneriffa, weil kaum ordentlich gekocht wird. Mit der traditionellen kanarischen Küchen haben wir bisher Probleme! Sie ist nicht gut zubereitet und die Betriebe weisen keine Konstanz aus.

Hier einige Tipps: (Wir freuen uns sehr über Hinweise unserer Leser. Bitte nur Restaurantas empfehlen, in denen Sie mindestens drei Mal gewesen sind!)

Die spanische Fettgebäck-Spezialität Churros bekommen Sie lecker, günstig und frisch auf dem Bauernmarkt Samstag und Sonntag bis 13.00 Uhr in La Mantanza im Café Ko direkt im Markt. Meine Familie mag die gerne mit dem dicken Kakao. Auch die warmen Bocadillo mit Pata oder Serrano sind lecker! Nehmen Sie erst einmal ein halbes Bocadillo (Brötchen) zum Probieren. Gerne essen wir dort auch die Tortilla. Wir bestellen Sie kalt, ohne alles als kleine Tapa für 2 Euro (frio, con nada, sin jamon, solo tortilla, pequenia tapa para dos Euros). Dazu einen kleinen frischgepressten Orangensaft.

Churros

Für eine Pizza neapolitanischer Art empfehle ich das Manamee in La Laguna

Weltklasse-Pizza mit gutem Schinken und Rucola – leider erst ab 20 Uhr geöffnet – oder zum Lunch

Auch das Enyesque in Santa Ursula finde ich einen Besuch wert:

Pina Colada Deconstruktion im Enyesque in Santa Ursula

Das Enyesque hat das Potential, in die Liste der besten Restaurants von Teneriffa aufgenommen zu werden! Sehr preiswert!

Ebenfalls in Santa Ursula ist die Tasca Oliver. 2015 eröffnete der Elsässer Oliver diese kleine Perle der französischen Eßkultur. Oliver achtet sehr darauf, dass die Qualität stimmt. Einer der besten Services auf Teneriffa. Es gibt Klassiker wie Weinbergschnecken (12,50 €/Dutzend) oder Tournedos Rossini (20 €). Alles ordentlich und tadellos zubereitet.

Weinbergschnecken in der Tasca Oliver, Santa Ursula Teneriffa Nord – 12,50 €

Tournedos Rossini, Tasca Oliver, Santa Ursula im Norden Teneriffas
Tournedos Rossini, Tasca Oliver, Santa Ursula im Norden Teneriffas, 19,50 €

Die beste Currywurst auf Teneriffa

Wer nach all der guten Küche mal wieder geerdet werden möchte, kann Samstag auf den Flohmarkt im Mercado Municipal in Puerto de la Cruz bei Anke & Markus bis 13.30 Uhr eine exzellente Currywurst für 2,50 € essen! Sehr empfehlenswert! (Betriebsferien im August)

Auch diese Liste werden wir ständig erweitern

Lesen Sie auch die Liste der Besten Restaurants auf den Kanarischen Inseln

Restaurante Enyesque, Santa Ursula

Eine Restaurantkritik von Christian Romanowski

Zufällig fanden wir das neue Restaurant Enyesque in Santa Ursula an der Carretera General im Ortsteil Cuevas de la Villa. Von Santa Ursula kommend nach der Autobahnausfahrt das zweite Gebäude auf der rechten Seite. Eigentlich wollten wir in die gegenüberliegende Gastrobar Naife gehen. Auf der Fahrt dorthin stellte meine Frau fest, dass ein Großteil der Bewertungen bei Google und TripAdvisor offensichtlich gefaked waren. Da kam uns das Enyesque sehr entgegen. Das Naife gibt es auch nicht mehr …

Der Service ist freundlich und spricht akzeptabel Englisch und ein wenig Deutsch. Von den zwei Inhaber-Köchen war heute einer nur da und gab den Alleinkoch. Er kochte sehr routiniert und auf den Punkt.

Zuerst kamen zwei recht belanglose Brötchen. Bei Lidl gibt es leckere! Dazu gab es etwas Feigenbutter und eine besondere Aioli, die mir auch nicht im Gedächtnis blieb. Brot werden wir das nächste Mal abbestellen.

Wir entschieden uns, zwei Vorspeisen und ein Hauptgericht zum Teilen (para picar) zu bestellen. Größenmässig konnten wir kaum einen Unterschied feststellen.

Zuerst kamen die gekochten Auberginen mit Hoisin Sauce und einem körnigen (Ziegen?)Käse.

Auberginen mit Hoisin Sauce

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La Bodeguita de Enfrente, Santa Ursula, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zu der Bodeguita de Enfrente, Santa Ursula, Teneriffa

Anfahrt: Autobahnausfahrt Cuesta de la Villa, rechts auf die Hauptstrasse Richtung Puerto (also weg von Santa Ursula). Auf der Strasse ca. 500 m (vielleicht auch 1 km) bleiben, nach Donde Mario auf der linken Seite.

Eigentlich wollten wir ins Donde Mario gehen, dieses hat aber immer von 13 bis 24 Uhr geöffnet, nur nicht am Mittwoch. Da sind wir halt zu der Bodeguita de Enfrente gegangen, die nur 100 m weiter, Richtung Puerto, liegt. Die Bodeguita hat ab 18 Uhr geöffnet, wir waren die ersten Gäste. typisch Deutsch? Vielleicht. Aber was willst Du machen, wenn Du ein schulpflichtiges Kind hast, das am nächsten Morgen auch was von der Schule mitbekommen soll?

Wir bestellten Chicharones – ein kleiner frittierter Fisch sagte der Kellner, Callos (wir waren uns nicht 100 % sicher, was es ist, aber wie immer neugierig) und damit wir auch satt werden, gebratenes Schwein mit Pommes (Cochino frito con papas fritas), Wir tranken ein Glas Rot-, ein Glas Weißwein (je 1,50, großes Glas) und 1/2l Wasser mit Gas (1,20).

Das Haus füllte sich jetzt schon merklich mit Gästen, alles Deutsche. Brot und Getränke kamen schnell. Das Brot war ein aufgewärmtes Baguette, etwas zu lange im Ofen. Es war sehr knusprig. Dazu gab es leider nichts.

Zuerst kam der Fisch. 6 Stück Chicharones, für jeden zwei (7,20 € + IGIC) . Super lecker. Das war eine gute Entscheidung. Danach gab es Callos. Auf deutsch Kutteln (9,60). Wir sind nun alle drei keine Liebhaber von Kutteln, sie waren okay. Danach kam das Schwein (8€). Göttlich die hausgemachten Pommes! Darunter das Schwein. Die Zubereitung erinnerte mich entfernt an Gyros. Das war ein schöner, ungesunder Kontrast zum Fisch. Wir hätten statt der Kaldaunen besser einen Salat bestellen sollen, dann wäre es perfekt gewesen.

Fazit: Alles lecker und okay gewesen. Keine große Küche. Aber ordentlich. Wir bezahlten am Ende 34 Euro. Das Brot war unnötig und zu teuer, dafür dass keine Butter oder so etwas dabei war.

Entschuldigen Sie, dass alle Teller schon angegessen waren, als ich fotografierte. Wir waren hungrig! 🙂

 

Safran, Santa Ursula, Tenerife

Safran, Santa Ursula, Tenerife – eine Teneriffa Restaurantkritik

Ein Berliner Perser eröffnete hier vor 5 Jahren das Safran, ein spanisch-persisches Restaurant, das hauptsächlich von Deutschen besucht wird. Das Safran befindet sich an der alten Strasse. Nehmen Sie die Ausfahrt La Quinta, fahren am Sportplatz vorbei und rechts hoch. An der Hauptstraße fahren Sie nicht rechts rum Richtung Rathaus, sondern links. Sie fahren an Mo’s britischen Tante Emma Laden vorbei, die Strasse macht eine Linkskurve, die Sie mitgehen und auf der rechten Seite im Gebäude der bekannten Lederwarenfabrik ist das Safran. Sie können prima auf den Parkplatz der Lederwarenfabrik parken.

Die Einrichtung des Safrans ist eher schrottig, dafür die Bedienung sehr herzlich und die Preise zivil. Das Safran ist Haram. Es gibt Alkohol – das Glas Wein für 2, das Bier für 1,50 Euro und auch Schwein.

Wir hatten den ganzen Tag nichts gegessen und hatten so richtig Hunger als wir um 18.30 Uhr ankamen und es auch gerade geöffnet wurde. Aus diesem Grunde gibt es heute keine Fotos. Die Teller wurden gleich gegessen 😉

Wir waren drei Erwachsene und 1 Kind. Wir nahmen die gemischte Vorspeisenplatte für 2 (12 Euro), Das waren gemischte Mezze, Fallafel, Taboule, Hummus, Satziki und anderes. Dann hatte Junior ein Kebab (Sharwarma vom Schwein!), eher ein Gyros für 3,50. Groß und lecker.  Die extra Falaffel (6 für 6,50€) waren okay, die Kufte (Fleischbällchen mit Reis 4 für 4,50 Euro) mochten wir alle nicht, das Shish-Kebab (Kubideh?) vom Kalb und Schwein mit Safran Reis und Salat (8 Euro) gefiel allen gut. Neben 2 Glas Wein hatten wir 1 Dorada sin und drei frische O-Säfte.

Alle Teller waren aufgessen, wir waren satt und stanken alle nach Knoblauch. Die Zeche zu viert hielt sich mit 50 Euro inkl. Trinkgeld im Rahmen. Im Safran gibt es keine persische Hochküche, es erinnert eher an einen persischen Imbiss. Für uns ist eine willkommene Bereicherung des Speiseplans und wir werden sicher mal wieder hingehen.

Täglich ab 18.30 Uhr, Dienstag Ruhetag, am Wochenende persisches Büffet.

Die Karte mit den persischen Gerichten – es gibt auch spanische Gerichte, die interessierten uns weniger

Tasca Taller de D Diego Alvarez, Santa Ursula, La Quinta, Teneriffa

Die Tasca mit dem sperrigen Namen liegt fast genau neben dem Hotel La Quinta Park und ist eine hervorragende Alternative zu dem benachbarten Hotelrestaurant, in dem ich vor Jahren aß und noch heute so beeindruckt bin, dass ich auch in Jahren nicht wieder hingehen würde.

Tasca bedeutet eigentlich mehr Kneipe bzw. Bumslokal, also ein rustikaler Platz. Taller bedeutet die Werkstatt und D Diego Alvarez ist der Inhaber dieser Werkstatt. Es ist rustikal. In einem Teil sitzen die Kettenraucher, gucken laut TV und lamentieren über die politische oder ökonomische Situation Spaniens. Wenn der Wind günstig steht, werden die Restaurantgäste des anderen Teils vom Rauch kaum gestört.

Wir hatten heute Lust auf ein schönes Stück Fleisch und ich erinnerte mich an das prima Rinderfilet, dass ich mal in diesem Restaurant gegessen habe. Diese Tasca hat durchgehend geöffnet und eine durchaus anspruchsvolle Karte zuzüglich Tagesangeboten. Heute gab es gegrillten Spargel (8€) oder Thunfisch (15€). Das fand ich etwas teuer, wenn man weiß, daß der Thunfisch hier zwischen 2 und 12 Euro kostet. Und den bisher besten Thunfisch hatte das Tambo.  Viele Restaurants braten zu sehr durch. Also Risiko!

Wir hatten ein Solomillo in Senfsauce, eins in Pilzsauce (je 13,80 €) und Junior nahm ein Secreto Iberico, das Nackensteak vom iberischen Schwein für 12,70€. Wir tranken zwei Glas Rotwein, hier wird nur Rioja offen ausgeschenkt (je 2 Euro), 0,5 l Mineralwasser mit Gas (1€), einen frischen O-Saft (2,20€) und zwei Cafe con leche (je 1 €).

Die medium bestellten Filets waren medium-well, wie in Spanien oft üblich. Beide Saucen gefielen. Zum Filet gab es hausgemachte Pommes und leider zerkochtes Gemüse. Das Secreto war so lecker, dass ich kein aussagefähiges Foto hinbekommen hatte, weil Junior es in sich hineinschlang! Die Beilage waren so eine Art Bratkartoffeln, die uns Erwachsenen schmeckte, Junior wollte aber Pommes, so dass wir alle Kartoffeln drittelten.  Keine große Küche, aber anständig gekocht, bis auf das zerkochte Gemüse.

Erstaunlich, in der Tasca war die Bedienung recht professionell, was man selten auf den Kanaren erlebt. Es wurde teilweise sogar von der richtigen Seite serviert und abgeräumt, statt quer über den Tisch. Merkwürdig ist, dass auf der Karte die Speisen alle ohne IGIC, der Mehrwertsteuer sind. Auf dem Kassenbon aber inklusive der Steuern. Ich war irritiert, da ich ja andere Zahlen vorher gelesen hatte.

Fazit: Hier werden wir ab und zu hingehen, allzumal durchgehend geöffnet ist. Wir bezahlten 55 Euro incl Tip, das ist nicht supergünstig, aber es war den Preis wert.

Die Tasca ist telefoisch unter 922 300 866 zu erreichen und hat durchgehend geöffnet.