Restaurant La Finca, Toscal Longuera, Los Realejos, Teneriffa

Eine Restaurantkritik über das Restaurant La Finca, in Toscal Longuera, Los Realejos, Teneriffa

Das La Finca finden Sie in Toscal Longuera. Vom Loro Park Richtung Maritim Hotel den Berg hochfahren. Nach dem Maritim am 1. Kreisverkehr rechts Richtung Toscal Longuera. Durch das Dorf fahren. Sie werden zuerst in eine 90° Rechtskurve gezwungen, dann 90° links. Danach nehmen Sie die erste links – Richtung Autobahn. Im nächsten Block auf der rechten Seite, gleich an Ecke ist die Finca.

Auch die „Finca“ wurde uns empfohlen. Einmal von einer deutschen Residentin, dann von einer russischen Familie, die das Restaurant aufgrund der simplen, aber gut schmeckenden Gerichte lobte.

Als wir um 18.30 eintrafen, waren viele Tische mit deutschen Senioren besetzt. Wir bekam auch ungefragt deutsche Karten von der spanischen Bedienung. Ich dachte, die Karte der Goldenen Gans wäre umfangreich, die Karte im La Finca sprengte alles, was ich jemals gesehen habe. Sie war gigantisch groß mit extra Saisonkarte. Die Köche können einem Leid tun. Wie sollen sie bei der Größe der Karte vernünftig arbeiten? Eigentlich wollte ich schon gehen, da auch die Toiletten alt und ungepflegt sind, ohne Seife. Die Familie war aber hungrig. Und sollte auch noch lange hungrig bleiben.
Meine Frau wollte das Hirschgulasch (10,90€, alle Preise zzgl. 7 % IGIC). Junior und ich wollten lieber diverse Tapas probieren. Risikostreuung. Wir bestellten Piementos de Padron (3,50€), Chipirones (3,50), Chili con Carne (3,50) und 4 Tentaciones (4 Bissen Sensation). Warmes Brot kam wie immer ungefragt 3x für 0,75 € mit einem undefinierbaren Schaumcreme. Das Brot war besser als der Durchschnitt. Wein nahmen wir je ein Glas rose und rot (1,50€), sowie eine Flasche 0,5l Tafelwasser zu 1,60€.

Es dauerte ewig, das was kam. Der Nachbar zur Rechten bekam eine sehr lecker aussehende Ente (13,50€) geliefert. Ein sehr deutsch aussehender Rentner ein imposantes Eisbein mit Sauerkraut und Erbspüree.
Nach einer Stunde waren wir auch dran. Wir hatten fast den gesamten – ziemlich großen – Brotkorb aufgegessen. Jetzt gab es sehr gute Piementos de padron. Nicht sehr viele, aber sie waren ja auch nicht so teuer. Danach kamen die 4 tentaciones, leckere Happen. Ein Stück Lachs, ein Stück Fleisch mit Zwiebelmarmelade, ein fritierter Ziegenkäse, den Junior hasste. Jetzt kam alles zusammen, was schade war, wie wollten ja nacheinander essen. Das Hirschgulasch enttäuschte die Gattin. Die Bandnudeln waren eine Zumutung. Komplett zerkocht, mehr ein Brei als Nudeln. Die Sauce zum Hirschgulasch machte einen hausgemachten Eindruck, war aber nicht lecker. Das Hirschfleisch überzeugte nicht, einzig die Steinpilze waren prima. Die Chipirones, die jeder anders macht, waren kalt. Unsere schwammen in einer diffusen Sauce, oben war ein Aire. Die Tintenfische waren nicht ausreichend gereinigt (sandig), teilweise bitter und mit dem „Schwert“. Sehr schlampig von der Küche gemacht. Das nett angemachte Chili con Carne war okay.

Beim Abräumen fragte die langsame Bedienung, wie es war. Ich reklamierte die Tintenfische, es interessierte nicht weiter. Überraschung beim Zahlen: Der Wein kostet doppelt soviel wie in der Karte. Warum? Wir hätten 0,2 bekommen anstelle 0,1l. Und? Wir haben nicht 0,2l bestellt. Interessiert nicht. 37,99 € kostete die Zeche.

Fazit: Es dauerte sehr lange , die Bedienung war langsam und ineffizient. Unverschämt war es, die doppelte Menge an Wein zu berechnen. Diese Bedienung wird wohl kaum Stammkunden bringen. Das Essen war nicht berühmt. Auch hier sollte man wissen, was man bestellt. Die Küche kann gar nicht mit dieser gigantischen Karte vernünftig arbeiten. Wenn wir nochmals hierhin gehen sollten, dann vielleicht um ein Chii con Carne mit einem Pils zu genießen. Wenn wir jedoch deutsch essen wollen, würden wir das Boheme eindeutig bevorzugen.

Restaurante La Finca, 38410 Los Realejos, Castillo N°48, Tel.: 922 362 143

Die besten Restaurants auf Teneriffa 
Restaurants für jeden Tag im Norden 

Restaurant Goldene Gans, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik über das Restaurant Goldene Gans, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eigentlich wollten wir das Restaurant Adler in La Paz besuchen. Es hatte die besten Bewertungen bei Tripadvisor für ein deutsches Restaurant. Wenn Sie meine Zeilen verstehen, dann wissen Sie auch, warum ich zur Weihnachtszeit ein deutsches Restaurant besuchen möchte. Gans ist doch ganz toll! Aber das Adler hat nach 5 Jahren aufgegeben. Schade, die Kritiken sahen ganz gut aus. Also besuchen wir das wiedereröffnete Restaurant Goldene Gans in der Generallisimo, die zwar nicht mehr so offiziell heißt, aber kaum jemand kann sich „Avenida Familia Bethencourt y Molina“ merken. Das Restaurant  ist im vorletzen Block Richtung Strand im heruntergekommenen Edif. Bahamas. Auf der Promenadenseite ist das Cafe de Paris. Die Goldene Gans befindet sich im 1.Stock oberhalb der beiden Puffs (Black Cat oder so?) im Erdgeschoss. Der Zugang geht an einer Boutique vorbei und ist beschildert. Es ist so eine Art Hinterhof. Nicht charming.

Der Weg zur Goldenen Gans ist traurig. Nun regnete es auch, da sah es noch schlechter aus. Eigentlich gehen wir hier nie hin in diese häßliche Ecke des Billigtourismus. Obwohl einige Hotels offenbar renovierten. Für einen Großstädter hat die Goldene Gans eine skurile Anmutung. Etwas 60er Jahre Stil ohne typische Elemente der 6oer. Oder wie kurz nach Mauerfall eine herausgeputzte, ehemalige HO Gaststätte, die sich nun dem Wettbewerb stellen muss. Wir kamen um 18 Uhr. Ausser einem Herren waren wir die einzigen Gäste. Das bleib auch bis 20 Uhr so.
Die Karte hatte ca. 40 Positionen an Hauptgerichten. Da kann kein Koch gut kochen.Die Preise waren für Teneriffa nicht unambitioniert. Für die Drei-Gang Menüs wurden knapp 30 Euro aufgerufen.

Wir bestellten für Junior eine Gulaschsuppe (4,70€ inkl), für uns eine halbe Ente mit Rotkohl und Bratkartoffeln (13,50€) und eine Gänsekeule mit Bratapfel, Rotkohl und Spätzle (12,70€). Zu dem Geflügel gab es je eine wahrhaft eklige Sauce, die gottseidank separat angeboten wurde. Ansonsten wäre das Essen ungeniesbar gewesen.

Wir tranken 0,75l Mineralwasser (2,90€) und ein Glas Weiß- und Rotwein (je 1,50€}, der uns beiden nicht schmeckte. Normalerweise ist zumindest der Rotwein gut. Hier war der Rotwein nicht besonders. Vielleicht stand er zu lange im Tetrapack?

So genossen wir die Gulaschsuppe, die wahrhaft knusprige Ente  und die genauso knusprige Gänsekeule sowie die prima Spätzle. Der Rotkohl war leicht versalzen, die Bratkartoffeln schwer, die konnte selbst die Gattin nicht essen. Wir ließen die Bratkartoffeln zurückgehen. Die Neugemachten waren ebenfalls zu salzig und auch zu weichkochend. Die Gulschsuppe wurde in einem Brot serviert, wie ich es von der Systemgastronomie in Deutschland kenne.

FAZIT: Insgesamt ist die Küche katastrophal. Der Koch müsste dringend mal zur Fortbildung und zeitgemäßes Kochen lernen. Auch Abschmecken ab und zu würde schon als erste Maßnahme greifen. Die übergroße Karte ist dabei auch keine Hilfe. Was soll die Küche machen, wenn die Hütte voll ist. Kreativ ist da nichts. Gans und Ente waren ganz knusprig. Spätzle gut. Aus. Wenn wir einen hiper auf Gans haben, kommen wir noch mal, wenn wir nichts besseres finden sollten. Wenn es diese versteckte Kneipe, die erst am 1.November eröffnete, dann noch geben sollte. Wer deutsch essen mag, ist vorerst deutlich besser im La Boheme aufgehoben, das ebenfalls skurril wie ein altes, sehr gut gepflegtes Wohnzimmer aussieht.
Der Wirt der Goldenen Gans müsste sein Konzept entstauben, den Küchenstil modernisieren und vereinfachen, z.B. als deutsches Bistro mit einem Tagesgericht und einer kleinen Karte, jahreszeitlich angepasst. Diese Gans wird dem Inhaber keine goldenen Eier legen, eher viele Taler kosten.
Mit Tipp zahlten wir 40 Euro, relativ viel für Teneriffa Norte, aber angemessen, wenn es okay gewesen wäre. Der Service freundlich bemüht, aber auch nicht ausgebildet.

http://www.restaurante-goldene-gans.com/neuigkeiten.htm – Dienstag Ruhetag – durchgehend geöffnet

Dezember 2013: Wenig überraschend. Die Goldene Gans gibt es nicht mehr, dafür ist es jetzt ein Schleswig-Holsteiner Restaurant, das Restaurant Melanie.

Ein neuer Michelin Stern für Teneriffa

Der Michelin Spanien ist herausgekommen – 2 Sterne im Abama und ein Bib Restaurant in Puerto de la Cruz / Teneriffa

Da wird die Freude im RitzCarlton Abama Hotel groß sein: Auch ihr japanisches Restaurant Kabuki bekam einen Stern. Feinschmecker, die nach Teneriffa fliegen, haben jetzt keine Wahl mehr, sie müssen ins Abama.

Das Kabuki im Abama wird von Ricardo Sanz geleitet, der auch in Madrid zwei japanische Fusionrestaurants mit einem Michelinstern hat.

Das andere Sterne Restaurant ist das M.B. – das steht für Martin Berasategui -ein Baske mit insgesamt 7 Restaurants, darunter ein Drei-Sternerestaurant. Das Restaurant im Abama wird vom Küchenchef ERLANTZ GOROSTIZA AGUIRRE geleitet.

Der Bib ging wie seit Jahren ans Regulo, einem ordentlichen Restaurant in der Nähe des Plaza del Charco in Puerto de la Cruz. Wir werden es mal wieder besuchen und Ihnen berichten. Ich mag gerne die Chopitos dort.

Insgesamt ist das Ergebnis für Teneriffa enttäuschend. Ausser im Weltklasseresort Abama, es gehört zur Ritz Carlton Gruppe, ist kulinarisch für den Michelin auf Teneriffa nichts los.

Noch schlechter sieht es auf den Rest der Kanaren aus. Ausser in Las Palmas auf Gran Canaria gibt es noch nicht einmal Bibs! Das Deliciosamarta bekam nun einen Bib, das El Arrosar ebenfalls in Las Palmas verlor ihn.

Der Bib wird einem Restaurant verliehen, das ein gutes Menü unter 25 Euro anbietet.

Insgesamt hat Spanien nun 195 Bib gourmand Restautants, sowie sieben Drei Sterne Restaurants (+2), 17 Zwei-Sternerestaurants (+2) und 123 Sternerestaurants (+16).

Wir gratulieren alle ausgezeichneten Restaurants – die anderen mögen sich bitte jetzt mehr anstrengen!

La Bodeguita de Enfrente, Santa Ursula, Teneriffa

Eine Restaurantkritik zu der Bodeguita de Enfrente, Santa Ursula, Teneriffa

Anfahrt: Autobahnausfahrt Cuesta de la Villa, rechts auf die Hauptstrasse Richtung Puerto (also weg von Santa Ursula). Auf der Strasse ca. 500 m (vielleicht auch 1 km) bleiben, nach Donde Mario auf der linken Seite.

Eigentlich wollten wir ins Donde Mario gehen, dieses hat aber immer von 13 bis 24 Uhr geöffnet, nur nicht am Mittwoch. Da sind wir halt zu der Bodeguita de Enfrente gegangen, die nur 100 m weiter, Richtung Puerto, liegt. Die Bodeguita hat ab 18 Uhr geöffnet, wir waren die ersten Gäste. typisch Deutsch? Vielleicht. Aber was willst Du machen, wenn Du ein schulpflichtiges Kind hast, das am nächsten Morgen auch was von der Schule mitbekommen soll?

Wir bestellten Chicharones – ein kleiner frittierter Fisch sagte der Kellner, Callos (wir waren uns nicht 100 % sicher, was es ist, aber wie immer neugierig) und damit wir auch satt werden, gebratenes Schwein mit Pommes (Cochino frito con papas fritas), Wir tranken ein Glas Rot-, ein Glas Weißwein (je 1,50, großes Glas) und 1/2l Wasser mit Gas (1,20).

Das Haus füllte sich jetzt schon merklich mit Gästen, alles Deutsche. Brot und Getränke kamen schnell. Das Brot war ein aufgewärmtes Baguette, etwas zu lange im Ofen. Es war sehr knusprig. Dazu gab es leider nichts.

Zuerst kam der Fisch. 6 Stück Chicharones, für jeden zwei (7,20 € + IGIC) . Super lecker. Das war eine gute Entscheidung. Danach gab es Callos. Auf deutsch Kutteln (9,60). Wir sind nun alle drei keine Liebhaber von Kutteln, sie waren okay. Danach kam das Schwein (8€). Göttlich die hausgemachten Pommes! Darunter das Schwein. Die Zubereitung erinnerte mich entfernt an Gyros. Das war ein schöner, ungesunder Kontrast zum Fisch. Wir hätten statt der Kaldaunen besser einen Salat bestellen sollen, dann wäre es perfekt gewesen.

Fazit: Alles lecker und okay gewesen. Keine große Küche. Aber ordentlich. Wir bezahlten am Ende 34 Euro. Das Brot war unnötig und zu teuer, dafür dass keine Butter oder so etwas dabei war.

Entschuldigen Sie, dass alle Teller schon angegessen waren, als ich fotografierte. Wir waren hungrig! 🙂

 

Restaurante Punta Brava, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik über das Restaurante Punta Brava, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Am besten ist die Wegbeschreibung: Gegenüber des Eingangs des Loro Parks. Das findet jeder.  Man kann draussen sitzen, die laute Strasse ist aber da.

Das „Punta Brava“ ist ein typisch spanisches Restaurant mit einer Karte wie so viele andere auch. Nichts besonderes. Nur das Preis-Leistung Verhältnis stimmt. Deswegen kommen auch viel vom Maritim Hotel rüber, wo das essen wenig schmackhaft ist, die Preise aber doppelt so hoch. Was schade ist, denn das Maritim hat so eine Superaussicht, speziell auf der Terrasse ist es angenehmer dort. Nun sitzen wir aber unten gegenüber dem Loro Parque und beobachten die Leute, die den Park verlassen. Das Punta Brava hat durchgehend geöffnet. Das ist sehr praktisch für Leute, die den Loro Park besuchen und besser als Systemgastronomie essen wollen.  Preislich sind die Menüs ganz prima.

Vorab gab es für jeden ein warmes, knackfrisches Brötchen mit Aioli, einer Art Knoblauchmayonnaise.

Für Junior bestellten wir ein Kindermenü zu 7,90 Euro, alles zzgl. 7 % IGIC. Er bekam eine Kürbiscremesuppe.  Dann gab es ein paniertes Fischfilet mit Pommes. Zu trinken gab es 1/2 Wasser con gas. Am Ende eine große Kugel Mocca-Eis.  Er war zufrieden und aß restlos auf.
Muttern wählte in ihrem Menü auch die Suppe, dazu Fischfilets vom Grill mit Papas Arugadas. Sie hatte ein Glas Rotwein und ebenso Eiskrem. Für 10 Euro.
Ich hatte einen kleinen gemischten Salat, die Fischfilets mit Pommes, einen Weißwein und einen Kaffee (Cortado natural) am Ende. Ebenso für 10 Euro (Menü 2). Da kannste nicht meckern. Alles war schmackhaft und auf dem Punkt zubereitet. Die Portionen waren angemessen (Seniorenteller ;-). Zu Dritt zahlten wir mit Steuern und Tipp 32 Euro.

Fazit: Hier werden wir gerne mal wieder herkommen. Für Loro Park Besucher eine wunderbare Alternative.

Punta Brava, Calle Bencomo 64 in Punta Brava, Tel.: 922 38 53 79
Durchgehend geöffnet

Restaurant La Carta, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik über das Restaurant La Carta, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Zuerst wollten wir zu Fisch Fiete la Isla gehen. Wir waren dort. Draussen soffen Deutsche mit Spaniern. Innen kein Mensch. Kennen Sie das? Sie sitzen in einem Restaurant und Sie wissen: Es wird eine Katastrophe. Sie werden da nicht glücklich. Die Fragen kann Ihnen der Kellner nicht beantworten. Der schmuddelige Koch kommt und erzählt Ihnen was vom Pferd. Nun, ich wäre jetzt sitzen geblieben, aber meine Frau forderte mich zur Flucht auf. Alleine unser Sohn proletete laut und peinlich „Warum essen wir nicht hier? Das macht einen guten Eindruck? ich habe Hunger! Warum gehen wir jetzt woanders hin?“

Wir sind also von Fisch Fiete, der einen neuen Eigentümer hat, und hinter der großen Kirche an der Fußgängerzone La Quintana liegt (die Kirche, nicht Fiete), zur La Carta gelaufen. Dieses Restaurant befindet sich an der Strasse Richtung Policia Nacional oder auch Loro Parque vom Plaza del Charco ausgesehen. Gegenüber ist ein gar nicht so kleines deutsches Kaffee. Im La Carta war es voll. Wir bekamen den letzten Tisch. Die Wirtsleute sind ausgesprochen nett. Die Speisekarte war wenig originell. Wieso hier eine „kreative Küche“ sein soll verschloss sich mir komplett. Wir wollten das Schnweinefilet vom Iberico probieren, das war ausverkauft. Stattdessen empfahl uns die Wirtin Spareribs zum gleichen , stolzen Preis von knapp 15 Euro. Die Rippchen wollten wir mit Junior teilen, bestellten für ihn, der Suppen so gerne mag, eine Gemüsesuppe. Das war eine relativ geschmackfreie gekörnte Brühe mit Gemüseeinlage für 4,50€ – alles zuzüglich 7 % IGIC. Leckere Butter zum Brot (2 Euro).

Die Spareribs waren wohl eher „Rippchen“, geschmacklich leider gar nicht unser Fall. Knorpeliges Fleisch. Relativ hart. Nicht mariniert, gekocht. Leckere dunkle Sauce. Gute Bratkartoffeln. Aber nichts kreativ. Die Sauce schmeckte hausgemacht.
Als Getränk hatten wir ein Glas Weißwein (2,50), 1/4 roten (3,80) und einen Appletizer (2,50).

Fazit: Wir haben 50 Euro bezahlt und waren weder besonders satt noch glücklich. Wir sind dann zur Plaza del Charco gegangen und haben Maroni gegessen (Tüte 2 Euro). Die Wirtsleute sind nett. Der Koch kocht, aber auf nicht sehr hohen Niveau. Getränke sind extrem teuer für Puerto. Wir werden mal wieder hingehen. Vielleicht finden wir ja etwas, was wir mögen und der Koch gut zubereiten kann. Aber nicht so bald.

RESTAURANTE LA CARTA – Cocina creativa, vegetariana e internacional, vinos canarios

C/ San Felipe, 53.
38400 Puerto de la Cruz
Tel: 922 381592
Tel/Fax: 922 341713
http://promocanarias.com/lacarta/
Geöffnet von: 13 – 15h. und von 17h – 23h. Mittwoch Geschlossen

Restaurant Los Limoneros in Los Naranjeros, Teneriffa

Eine Teneriffa Restaurantkritik über das Restaurant Los Limoneros in Los Naranjeros, Teneriffa

Wo ist denn das? Verständnisloser Blick. Das Los Limoneros ist parallel an der Nordautobahn vor Tacoronte vom Nordflughafen kommend. Wenn Sie auf der alten Parallelstrasse fahren, finden Sie es. Nehmen Sie ein möglichst kleines Auto, der Parkplatz dort ist eher für Go-carts entworfen.

Das Los Limoneros hat durchgehend geöffnet und scheint auch um 16.30 Uhr gut besucht zu sein, zumindest war der Parkplatz voll. Wo die Gäste waren, kann ich nicht sagen, vermutlich verläuft es sich auf dem großen Gelände.

Der erste Eindruck, willkommen in den 80er. Interieur braun und dunkel. Hier geht der ältere Spanier – Politiker oder Geschätsmann – offenbar auch gerne mit seiner jungen, etwas prolligen Freundin hin. Nur die Raucher sitzen im Hellen.

Der erste Schock: Die Preise. Selten so happige Preise auf Teneriffa gesehen.

Unser Kellner spricht vorzüglich Deutsch. Er ging zur deutschen Schule. Leider nicht zur deutschen Berufsschule für Serviermeister.  Die Speisekarte bietet als Spezialität Glasaal (Angulas). Das hatten wir noch nie gegessen. Es ist eine Spezialität aus Bilbao. Leider etwas sehr teuer. 105 Euro kostet der Salat, zzgl 7 % Steuern! Egal, man muss es ja mal probieren.

Suppen für knapp 10 Euro verkneifen wir uns.

Dann entscheiden wir uns für Chopitos (15,75 € alles plus IGIC), Rinderfilet in der Salzkruste (25,75) und Lammkoteletts (24,75).  Getrunken hatten wir Mineralwasser (1l für 2,95 €), 3 Orangensäfte (a 2,50€) und je ein Weiß- und Rotweinglas (je 2,50). Ein Anis-Brötchen und Butter kosteten 2 Euro, fürs Kind gratis.
Am Ende hatten wir ein Stück Torte für 5,75 € und Kaffee für je 2,75 €.

Glasaale sind frisch geborene Aale, fast durchsichtig. Der Salat, den der Kellner zubereitete, war jedoch ein einziger Reinfall. Man schmeckte nichts ausser Zitrone. Was für ein Depp. Zerstört ein Gericht von 113 Euro mit seiner blöden Zitrone. Selbst wenn man die Glasaale isolierte und alleine probierte, schmeckten sie nur sauer. sehr enttäuschend!

Dann kam eine große Portion Chopitos, diese kleinen Tintenfische frittiert. Es war eine Vorspeise. Mit 15,75 + Tax zwar so teuer wie nirgendwo, aber – und das muss man zugeben – auch so gut wie nirgendwo. Außen waren sie knusprig, innen aber noch weich. Sie schmeckten überhaupt nicht fettig oder ranzig wie so oft. Hier ist offenbar ein Koch am Werk der kochen kann. Die Portion war eher ein komplettes Gericht, weniger eine Vorspeise. Der Kellner wollte uns noch Knoblauchmayo bringen, das vergaß er, war aber auch nicht nötig.

Die Lammkoteletts waren langweilig. Hatten wir schon oft besser gehabt. Wirklich letztes Jahrtausend, aber auch wirklich lecker, war das riesige Filet in der Rinderkruste. Der Kellner entfernte die Kruste, schnitt das Fleisch mit so eine Art Messer (gelber Kunsststoffgriff und komplett stumpf). Die Portion hat gut für uns drei gereicht. Bohnen mit Speck und so eine Art Bratkartoffeln gab es dazu.

Der Wein war wie immer in Teneriffa hervorragend und das großzügige Glas nicht zu teuer. Ebenso der frisch gepresste Orangensaft.

Am Ende hatten wir enorm starken Kaffee – auch zu einem enorm starken Preis von 2,75 Euro/Tasse) – und ein Stück belanglose – angeblich Maracuja – Torte für unverschämte 5,75 Euro.

Fazit: Insgesamt komplett überteuert und den Preis nicht wert. Für diesen Preis gehen wir lieber zu Lucas Maes, der zeitgemässer kochen kann. Es war etwas Achterbahnfahrt, zwischen sehr guten und misshandelten Gerichten. Vielleicht gehen wir mal wieder hin, essen nur die Chopitos und das Rinderfilet. Zu Dritt. Das Los Limoneros wird aber nicht eine hohe Priorität bei uns geniessen.

Es gibt kostenloses und offenes WIFI.

Los Limoneros, Ctra. Gral del Norte, km 5,5, Los Naranjeros, Tacoronte
Tel.: 922 63 66 37 rlimoneros@terra.es

Bambi Gourmet, Puerto de la Cruz, Teneriffa

Eine Restaurantkritik über das Bambi Gourmet, Puerto de la Cruz, Teneriffa – 24.10.2012 
Wiederbesuch des Bambi Gourmet im März 2021

Tripdadvisor machte uns neugierig. Hier ist das Bambi Gourmet das beliebteste Restaurant. Es ist ein rumänisches Restaurant. Rumänen sind tolle Menschen, aber ihre Küche ist eine ziemlich einfach, fettige Bauernküche. Wir haben rausgefunden, was die Menschen im Bambi so mögen. Es sind die mehr als freundlichen, ja herzlichen und auch kompetenten Mitarbeiter und Inhaber, die den Laden erfolgreich machen. Die Küche ist bemüht und sorgfältig, erwarten Sie aber keine Sensationen. Alles in allem war es ein rundes Angebot und wir werden ab und zu mal wieder vorbei schauen. Am meisten, weil die dort so wahnsinnig nett sind!

Wir hatten Mititei (2x – Cevapcici, je 9,50€) und ein Sarmale (Krautwickel, auch 9,50 €). Dazu einen  gemischten Salat (7,50 €), 1l Mineralwasser (1,80 €) und einen rumänisch/canarischen Nachtisch zu 3,20 Euro. Komplett zahlten wir 40 € zzgl 5 Euro Tipp. Also 15 Euro pro Person. Brot wurde nicht berechnet. Ausserdem hat uns der Inhaber Daniel zum probieren einen Auberginenmus Salat gegeben, das stärkste Gericht, das wir dort hatten.

Das rumänische Restaurant Bambi hat auch eine aussagekräftige Internetseite: www.restaurante-bambi-puerto-cruz.es , speziell in Spanisch und Englisch – deutsch entsteht wohl noch.

Wiederbesuch des Bambi Gourmet in Puerto de la Cruz März 2021

La Boheme Restaurant, Puerto de la Cruz

Restaurantkritik La Boheme Restaurant in Puerto de la Cruz, Tenerife
Das Boheme liegt vom Plaza del Charco ausgesehen links die Calle Blanco 60 Meter hoch auf der linken Seite im ersten Stock.

Das „Boheme“ ist ein deutsches, gutbürgerliches Restaurant aus dem letzten Jahrtausend. Es sieht aus, wie aus den 80ern. Gekocht wird auch fast so, die Soßen hat man Gottseidank etwas modifiziert.

Der Service ist wie überall auf den Kanaren liebevoll bemüht, jedoch unausgebildet. Selbst der ältere Herr, dem das Restaurant offenbar gehört, unterbricht brutal Gespräche, um zu fragen, ob alles okay ist. Der spanische Kellner bedient von jeder Seite nach eigenem Belieben. Schade. Man hätte hier etwas mehr Ausbildung erwartet.

Der deutsche Küchenchef empfahl uns Schweinebraten, Hirschleber oder Boeuf Stroganoff als Tagesangebote. Wir nahmen zweimal den Schweinebraten, die Hirschleber und ein Wiener Schnitzel für Junior, das mit Sauce Bernaise angeboten wurde, die wir gegen Ketchup tauschten.

Vorab gab es aus der Küche einen Gruß: etwas Leberpastete mit kleinem Toast. Nette Geste. Schmeckte auch. Der Schweinebraten (12,50€++) war okay, leider nicht knusprig. Er schwamm in einer leckeren dunklen Sauce, es gab dazu drei verschiedene Gemüse plus Salzkartoffeln. Die Leber {15,50€) war tendenziell zu durch, mit Zwiebeln und Birne sowie Preiselbeeren, ebenfalls in einer dunklen Sauce schwimmend. Junior war mit dem sehr dünn geschlagenem, relativ kleinem Wiener Schnitzel und seinen Pommes sehr zufrieden. Mir gefiel die Panade nicht.

Wir hatten zwei kleine Gläser Wein (je 1,70€), 1 Wasser (1,75) und zwei Flaschen alkoholfreies Bier. Alle Preise ++, also zzgl. 7 % MwSt. Ingesamt zahlten wir für 3 Erwachsene und 1 Kind 65,30€, mit Trinkgeld 70 Euro.

Nachtisch hatten wir keinen. Die Portionen sind anständig, so dass man ohnehin keinen Hunger mehr spürt und die Deserts hörten sich alle etwas langweilig an: Karamellcreme (3€), Mouse au chocolate (4€) oder eisbasierte Deserts. Einzig mit dem frischen Fruchtsalat (4,50€) liebäugelte ich.

Fazit: Man fühlte sich um Jahrezehnte zurückversetzt. Es wird ordentlich gutbürgerlich gekocht. Die Küche könnte etwas modernisiert werden. Insgesamt war es lecker und auch sonst ein angenehmer Abend. Wir werden ab und zu hier zum Essen kommen.

Das Lokal befindet sich in der calle Blanco, diese geht von der Plaza del Charco ab. Wenn Sie das Meer im Rücken haben, die Straße auf der linken Seite des Platzes hochgehen.  Das Restaurant Boheme befindet sich dann links in der 1. Etage.

Die Öffnungszeiten sind täglich ab 18.30 Uhr, Sonntags auch mittags.

Calle Blanco, 5, 38400 Puerto de la Cruz, Teneriffa
Tel.: 922370564

Neuerlicher Besuch Ende November 2013:
es hat sich nichts geändert. Selbst die Speisekarte ist wir zuvor. Der Kellner wieder sehr liebevoll. Der alte Herr noch älter. Wie immer alle freundlich. Nur gab es diesmal keine Ameuse bouche, auch kein Brot.
Wir hatten diesmal Gänsebraten. Für Junior eine halbe Portion. Tendieziell war der Braten zu durch, aber mit der Sauce sehr lecker. Dazu gab es sensationell gute Bratkartoffeln mit Speck und Rotkohl, sowie eine Birne mit Preisselbeeren. Für 19,50 Euro nicht billig, aber der riesigen Portion angemessen. Mit jeweils einem Glas Wein und für Junior einen frischen O-Saft zahlten wir 59 Euro.
Satt und zufrieden verliessen wir das Restaurant.

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Das La Boheme hat leider für immer geschlossen. Jetzt ist da der Libanese drin, der vorher einen Imbiss unter dem Chinesen am Plaza del Charco hatte.

Restaurant San Nicolas, El Sauzal

Restaurantkritik Restaurant San Nicolas, El Sauzal, Teneriffa

Nach dem ich schon oft am Restaurant San Nicolas vorbei gefahren bin – es liegt direkt an der Hauptstrasse – wollte ich es jetzt am vergangenen Montag – an dem ja viele geschlossen haben – nun endlich mal probieren. Das Gute ist, das San Nicolas hat durchgehend geöffnet, Dienstag Ruhetag.
Übrigens für die Sparfüchse: Die Tankstelle in El Sauzal ist eine der billigsten im Norden.

Das San Nicolas sieht nicht besonders aus, es hat eine sehr kleine Terrasse zur Strasse. Die Preise sind vergleichsweise hoch. Wir hofften also auf eine gute Küche. Wir hatten zwei Seefood Suppen (jeweils 3,31 Euro), Medallones de Solomillo en salsa (9,26 €}, papas arugadas (4€), Ensalada Tropical (7,95€} und Lapas (12,90 Euro).

Wir tranken ein Glas Rotwein (2 Euro) und eine 1l „Firgas mit“ Wasserflasche für 2,40 Euro.

Die Suppen waren lecker und schmackhaft. Die Medaillons waren eher kleine Schnitzel. Die Soße war sehr ananaslastig, meiner Frau gefiel die leichte Säure, mir war sie zu süss. Die Kartoffeln waren normal. Die Lapas, das sind Napfschnecken, sie leben am Felsen im Meer und gehören zu den Weichschnecken, wurden wie Schnecken in Öl präsentiert. Es waren vielleicht 20 Stück. Unsere Weichschnecken konnte man nach der Behandlung durch die Küche auch bei den Hartschnecken einordnen. Sie begeisterten wenig und erforderten ausdauerndes Kauen. Der tropische Salat war Salat mit Obst gemischt. Nicht sehr viel für den Preis, aber okay.

Der Service war freundlich kanarisch.

Wir bezahlten am Ende 48,29 Euro.

Fazit: Kochkunst oder auch Servierkunst erlebten wir im Restaurant San Nicolas in El Sauzal nicht. Das Essen war etwas teurer als woanders und unspektakulär. Ähnlich bekommt man es überall serviert. Es gibt für uns keinen Grund, noch einmal in das Restaurant San Nicolas zu gehen. Wenn wir in El Sauzal sind, würden wir die Gastrobar deutlichst bevorzugen. Die können kochen und auch servieren. Und die sind nicht teurer!