Restaurant La Finca, Toscal Longuera, Los Realejos, Teneriffa

Eine Restaurantkritik über das Restaurant La Finca, in Toscal Longuera, Los Realejos, Teneriffa

Das La Finca finden Sie in Toscal Longuera. Vom Loro Park Richtung Maritim Hotel den Berg hochfahren. Nach dem Maritim am 1. Kreisverkehr rechts Richtung Toscal Longuera. Durch das Dorf fahren. Sie werden zuerst in eine 90° Rechtskurve gezwungen, dann 90° links. Danach nehmen Sie die erste links – Richtung Autobahn. Im nächsten Block auf der rechten Seite, gleich an Ecke ist die Finca.

Auch die „Finca“ wurde uns empfohlen. Einmal von einer deutschen Residentin, dann von einer russischen Familie, die das Restaurant aufgrund der simplen, aber gut schmeckenden Gerichte lobte.

Als wir um 18.30 eintrafen, waren viele Tische mit deutschen Senioren besetzt. Wir bekam auch ungefragt deutsche Karten von der spanischen Bedienung. Ich dachte, die Karte der Goldenen Gans wäre umfangreich, die Karte im La Finca sprengte alles, was ich jemals gesehen habe. Sie war gigantisch groß mit extra Saisonkarte. Die Köche können einem Leid tun. Wie sollen sie bei der Größe der Karte vernünftig arbeiten? Eigentlich wollte ich schon gehen, da auch die Toiletten alt und ungepflegt sind, ohne Seife. Die Familie war aber hungrig. Und sollte auch noch lange hungrig bleiben.
Meine Frau wollte das Hirschgulasch (10,90€, alle Preise zzgl. 7 % IGIC). Junior und ich wollten lieber diverse Tapas probieren. Risikostreuung. Wir bestellten Piementos de Padron (3,50€), Chipirones (3,50), Chili con Carne (3,50) und 4 Tentaciones (4 Bissen Sensation). Warmes Brot kam wie immer ungefragt 3x für 0,75 € mit einem undefinierbaren Schaumcreme. Das Brot war besser als der Durchschnitt. Wein nahmen wir je ein Glas rose und rot (1,50€), sowie eine Flasche 0,5l Tafelwasser zu 1,60€.

Es dauerte ewig, das was kam. Der Nachbar zur Rechten bekam eine sehr lecker aussehende Ente (13,50€) geliefert. Ein sehr deutsch aussehender Rentner ein imposantes Eisbein mit Sauerkraut und Erbspüree.
Nach einer Stunde waren wir auch dran. Wir hatten fast den gesamten – ziemlich großen – Brotkorb aufgegessen. Jetzt gab es sehr gute Piementos de padron. Nicht sehr viele, aber sie waren ja auch nicht so teuer. Danach kamen die 4 tentaciones, leckere Happen. Ein Stück Lachs, ein Stück Fleisch mit Zwiebelmarmelade, ein fritierter Ziegenkäse, den Junior hasste. Jetzt kam alles zusammen, was schade war, wie wollten ja nacheinander essen. Das Hirschgulasch enttäuschte die Gattin. Die Bandnudeln waren eine Zumutung. Komplett zerkocht, mehr ein Brei als Nudeln. Die Sauce zum Hirschgulasch machte einen hausgemachten Eindruck, war aber nicht lecker. Das Hirschfleisch überzeugte nicht, einzig die Steinpilze waren prima. Die Chipirones, die jeder anders macht, waren kalt. Unsere schwammen in einer diffusen Sauce, oben war ein Aire. Die Tintenfische waren nicht ausreichend gereinigt (sandig), teilweise bitter und mit dem „Schwert“. Sehr schlampig von der Küche gemacht. Das nett angemachte Chili con Carne war okay.

Beim Abräumen fragte die langsame Bedienung, wie es war. Ich reklamierte die Tintenfische, es interessierte nicht weiter. Überraschung beim Zahlen: Der Wein kostet doppelt soviel wie in der Karte. Warum? Wir hätten 0,2 bekommen anstelle 0,1l. Und? Wir haben nicht 0,2l bestellt. Interessiert nicht. 37,99 € kostete die Zeche.

Fazit: Es dauerte sehr lange , die Bedienung war langsam und ineffizient. Unverschämt war es, die doppelte Menge an Wein zu berechnen. Diese Bedienung wird wohl kaum Stammkunden bringen. Das Essen war nicht berühmt. Auch hier sollte man wissen, was man bestellt. Die Küche kann gar nicht mit dieser gigantischen Karte vernünftig arbeiten. Wenn wir nochmals hierhin gehen sollten, dann vielleicht um ein Chii con Carne mit einem Pils zu genießen. Wenn wir jedoch deutsch essen wollen, würden wir das Boheme eindeutig bevorzugen.

Restaurante La Finca, 38410 Los Realejos, Castillo N°48, Tel.: 922 362 143

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2 Gedanken zu „Restaurant La Finca, Toscal Longuera, Los Realejos, Teneriffa

  1. Also der lange negative Bericht kann nicht stimmen.es geht zügig,bei Tapas muss man Zeit mitbringen und dieBedienung von der flotten jungen Chefin ist zügig und verantwortungsvoll. Mit der Berechnung der doppelten Weinsumme kann ich kaum glauven. Wir gehen seit über 40 jJahren 1x wöchentlich dort hin.Alles wass Sie berichten kaum zu glauben. Wir sind jedenfalls und auch unsere Freunde begeistert. M. Pannhorst

    • Liebe Frau Pannhorst, warum unterstellen Sie uns, falsch zu berichten? Bei unserem Bericht – der jetzt 7 Jahre alt ist – war es genauso, wie wir schreiben. Das bei Ihnen alles prima ist, freut uns. Vielleicht ist es ja jetzt besser oder Sie als Stammgast werden besonders hofiert? Das soll ja auch so sein.

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