MV Hondius vor den Kanaren: WHO-Hinweis auf hohe Sterblichkeit bei Andes-Hantavirus

Im Zusammenhang mit dem Expeditionskreuzfahrtschiff MV Hondius verfolgen Behörden, Reederei und Gesundheitsstellen weiterhin die Entwicklung rund um mehrere Hantavirus-Fälle an Bord. Im Fokus steht dabei die Andes-Variante, die in Fachberichten als besonders schwerwiegend gilt und mit einer hohen Sterblichkeit bei schweren Verläufen in Verbindung gebracht wird.

Kleines Kreuzfahrtschiff (Symbolbild) Hier dle Champlain von Ponant

Andes-Hantavirus

Nach Berichten über die Lage auf dem Schiff wird die Andes-Variante des Hantavirus als besonders relevant eingestuft. In der Berichterstattung wird unter Verweis auf die WHO hervorgehoben, dass bei schweren Erkrankungen durch diese Virusgruppe Sterblichkeitsraten von bis zu 40 Prozent genannt werden. Für den aktuellen Fall bedeutet das jedoch vor allem, dass Gesundheitsbehörden mit besonderer Vorsicht reagieren und mögliche Infektionen streng überwachen.

Zugleich verweisen Experten darauf, dass trotz der bekannten Risiken keine automatische Gefahr für die Allgemeinbevölkerung besteht. Die in Miami ansässige Gesundheitsjournalistin Graziella Almendral betonte in spanischen Medien, dass eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung zwar möglich sei, aber als selten und ineffizient gelte. Entscheidend sei deshalb eine genaue Einordnung des Einzelfalls und kein alarmistischer Umgang mit der Lage.

Hantaviren werden in der Regel über infizierte Nagetiere oder deren Ausscheidungen übertragen. Erste Symptome können grippeähnlich beginnen, in schweren Fällen kann sich die Erkrankung jedoch rasch verschlimmern und die Lunge betreffen. Deshalb stehen an Bord und in möglichen Zielhäfen vor allem Isolation, medizinische Versorgung und Kontaktverfolgung im Mittelpunkt.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Fall durch Berichte über einen infizierten Patienten, der in Zürich behandelt wird. Parallel dazu bleibt offen, ob die MV Hondius einen Hafen auf den Kanaren anlaufen wird und unter welchen Bedingungen ein solcher Stopp möglich wäre. Sollte es dazu kommen, dürfte dies nur unter strengen Hygiene- und Sicherheitsprotokollen erfolgen.

Für Reisende und Anwohner auf den Kanaren ist vor allem wichtig, zwischen bestätigten Informationen und zugespitzten Darstellungen zu unterscheiden. Der Fall ist ernst, rechtfertigt aber nach derzeitigem Stand keine pauschale Panik.

https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hantavirus#:~:text=Andes%20virus%2C%20found%20in%20South,with%20renal%20syndrome%20(HFRS).

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