Auf den Tellern der Kanarischen Inseln treffen sich Europa, Afrika und Amerika

Kulinarische Reise im Atlantik: Neben der vielfältigen Landschaft, die von unberührten Stränden bis hin zu majestätischen Vulkanen reicht, überrascht jede kanarische Insel auch mit einer charakteristischen Küche. Vom Norden mit seinen fangfrischen Meeresfrüchten bis zum Süden, wo sich moderne Fusionsrestaurants befinden, bieten die Kanarischen Inseln eine große gastronomische Vielfalt auf kleinstem Raum.

Vom Norden mit seinen fangfrischen Meeresfrüchten bis zum Süden, wo sich moderne Fusionsrestaurants befinden, bieten die Kanarischen Inseln eine große gastronomische Vielfalt auf kleinstem Raum.

Geschmäcker aus aller Welt
Einer der vielversprechendsten jungen Köche der Inseln ist Juan Santiago, der in seinen Kreationen moderne Küche mit traditionellen Zutaten verschmelzen lässt. Als Inspiration dienen Santiago internationale Einflüsse, die er von den zahlreichen Besuchern der Kanarischen Inseln erhält. So finden sich in seinen Gerichten Aromen aus Spanien, Lateinamerika und Afrika wieder und verleihen ihnen dadurch eine einzigartige kulinarische Identität.
Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, ist Heimat der berühmten Papas Negras (schwarze Kartoffeln) und bekannt für „Guachinchen“ – kleine, familiengeführte Restaurants, in denen lokale Gerichte zu erschwinglichen Preisen serviert werden. Aber auch Haute Cuisine und Destination Dining haben ihren Platz auf der Insel: Fünf der sechs Michelin-Sterne-Restaurants der gesamten Inselgruppe befinden sich auf Teneriffa. In der modernen kanarischen Gastronomie werden Elemente der molekularen Küche mit traditionellen Fischgerichten, den allgegenwärtigen Mojo-Saucen, preisgekrönten Käsesorten und den europaweit berühmten kanarischen Bananen und Ananas kombiniert.

Null Kilometer-Küche
Juan Santiago ist auch ein starker Verfechter des „Null Kilometer“-Prinzips: Gegessen wird, was lokal gekauft werden kann, Lieferentfernungen werden verkürzt und Importe auf ein Minimum reduziert. Diese nachhaltige Philosophie entlastet nicht nur die Umwelt, sondern schafft auch ein Bewusstsein für lokale Produzenten und traditionelle Zutaten.
Dass bevorzugt kanarische Produkte verwendet werden, hat auf den Inseln eine lange Tradition und beeinflusst die Essgewohnheiten der Einheimischen bis heute. So sind die beliebtesten Fleischsorten nicht etwa Hähnchen- oder Rindfleisch, sondern Schweinefleisch, Kaninchen und Ziege. Die besten Ziegen werden auf La Palma, El Hierro und La Gomera gezüchtet – ein „Muss“ auf dem Speiseplan eines authentischen Kanaren-Urlaubs sind gebratene junge Zicklein. Ihr Fleisch hat einen starken Eigengeschmack und wird mit den Händen gegessen, begleitet von Papas Arrugadas, kleinen Kartoffeln mit salziger Kruste.
International gefeiert werden vor allem kanarische Käsesorten, von denen 35 bei den World Cheese Awards 2018 ausgezeichnet wurden. Insbesondere die beiden Bauernkäsesorten Maxorata, ein halbgereiftes Ziegenkäsegewürz mit rauchiger Paprika, und Majorero, ein fester Ziegenmilchkäse ähnlich Manchego, zählen zu den besten der Welt. Besonders originell ist die Zubereitung des Flor de Guía, bei dem einer Kombination aus Kuh- und Ziegenmilch Distelblüten hinzugefügt werden, um den Gerinnungsprozess zu verstärken. Ein Stück frischgebackenes Brot nach lokalem Rezept und ein Glas kanarischer Wein aus La Gomera runden die käsigen Gaumenfreuden ab.

Für Schleckmäuler
Kulinarischer Geheimtipp der Kanaren sind traditionelle Backwaren, Kuchen und Desserts – denn diese sind selbst im spanischen Festland noch weitgehend unbekannt. Die Truchas de Batata aus Lanzarote zum Beispiel, ein halbmondförmiges Gebäck aus Mandeln, Rosinen, Süßkartoffeln und Anis, versüßen auf den Kanaren die Weihnachtszeit. Sündhaft lecker sind auch die aus Fuerteventura stammenden, blasenförmigen Suspiros de Moya meringues mit Leche Machanga, einem cremigen Vanillepudding mit Zitrone und Zimt.
Von der Insel La Palma stammen die Príncipe Alberto, kleine Desserts aus Biskuitkuchen, Schokolade, Mandeln und Haselnüssen. Palmensirup, der Hauptbestandteil der Inselküche La Gomeras, ist fester Bestandteil fast aller Gerichte: Nachdem der Palmensaft gekocht und karamellisiert wurde, wird der Palmenhonig oder „Miel de Palma“ in Desserts, Cocktails und anderen Getränken verwendet.

Vom Netz auf den Teller
Der Atlantik umschließt die Kanarischen Inseln, und das schmeckt man: Die Gewässer um die Inseln herum beherbergen eine erstaunliche Vielfalt an Fischen wie beispielsweise Kernen, Atlantic Croaker, Salema und Meerbrassen. Ob gegrillt, gebacken, mariniert oder gebraten – sie alle geben den wahren Geschmack des Atlantiks wieder. Sancocho ist ein beliebtes, südamerikanisches Gericht, das aus gesalzenem Fisch mit Kartoffeln, Süßkartoffeln und Mojo Rosso besteht – der berühmten Sauce der Inseln aus Olivenöl, Paprika und verschiedenen Gewürzen.
Der fangfrische Fisch lässt sich am besten bei einem Mittag- oder Abendessen direkt am Meer genießen – umweht von einer kühlen Brise und begleitet von der Symphonie singender Möwen. Auf Lanzarote oder La Graciosa werden zudem die winzigen, leckeren „La Santa‘ Garnelen serviert, begleitet von nichts anderem als einer Scheibe Zitrone und einem kalten Bier.

Allgemeine Informationen zu den Kanarischen Inseln unter www.hallokanarischeinseln.com

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