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La Palma für Alleinreisende: Vulkanpfade, Sternenstaub und der Rhythmus des Atlantiks

La Palmas Wolkenmeer (c) Marten&Dominic

Wer allein verreist, sucht oft eine besondere Balance: Rückzug in der Natur, Freiheit in der Planung, aber auch die Möglichkeit zu ungezwungenen Begegnungen. Die Kanareninsel La Palma, bekannt als „Isla Bonita“ und UNESCO-Biosphärenreservat, bietet genau dieses Zusammenspiel.

La Palma

La Palma für Alleinreisende

Zwischen Lavagebirgen, uralten Lorbeerwäldern und einer Küste aus schwarzem Vulkansand finden Soloreisende Raum für individuelle Entdeckungen – und immer wieder Gelegenheiten für spontane Gespräche auf Wanderwegen, bei Sternenführungen oder auf den Märkten der historischen Ortskerne .

Die Insel im eigenen Tempo entdecken

Im Zentrum des Inselerlebnisses steht die Bewegung. Mehr als 1.000 Kilometer markierte Wanderwege durchziehen La Palma und führen durch eine der abwechslungsreichsten Landschaften des Archipels . Die gut ausgeschilderten Routen lassen sich in Etappen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit planen – ideal für Solowanderer, die ihr eigenes Tempo bestimmen möchten.

Nationalpark Caldera de Taburiente

Das Herzstück der Insel ist der Nationalpark Caldera de Taburiente, ein gewaltiger Erosionskrater mit etwa neun Kilometern Durchmesser und rund 1.500 Metern Tiefe . Umgeben von steilen Klippen und dichten Kanarischen Kiefernwäldern eröffnen sich hier Wanderwege zu versteckten Wasserfällen und Aussichtspunkten mit spektakulärem Panorama. Der Mirador de la Cumbrecita bietet einen atemberaubenden Blick in den Krater und ist auch mit kurzen Wegen erreichbar .

Ruta de los Volcanes – Wanderung durch eine Mondlandschaft

Zu den spektakulärsten Wanderwegen Spaniens zählt die Ruta de los Volcanes. Die etwa 17 Kilometer lange Strecke führt durch den Naturpark Cumbre Vieja im Süden der Insel – vorbei an Vulkankratern, Lavafeldern und schroffen Felsformationen . Die Route ist anspruchsvoll und erfordert gute Kondition, belohnt jedoch mit einer surrealen, nahezu außerirdischen Landschaft. Für Solowanderer bieten sich geführte Touren an, die auch den Transport organisieren .

Los Tilos – Urwälder und Wasserfälle

Im Nordosten der Insel, in der Gemeinde San Andrés y Sauces, liegt der Lorbeerwald von Los Tilos – ein Nebelwald, der an die Urwälder des Tertiärs erinnert. Moosbedeckte Bäume, Farne und gurgelnde Bäche prägen das Bild dieses UNESCO-geschützten Biosphärenreservats . Der kurze Rundweg PR LP7 führt zu einem Wasserfall und ist auch für weniger geübte Wanderer gut geeignet. In der Nähe befindet sich der ebenso lohnende Wanderweg El Cubo de La Galga durch eine verwunschene Schlucht .

Sternenbeobachtung – La Palmas nächtlicher Himmel

La Palma gilt als einer der besten Orte der Welt für die Sternenbeobachtung. Dank strenger Lichtschutzgesetze und geringer Luftverschmutzung wurde die Insel von der UNESCO als Starlight Reserve zertifiziert . Für Soloreisende ist die Teilnahme an einer geführten Sternenbeobachtung eine ideale Gelegenheit, in kleiner Gruppe Gleichgesinnte zu treffen.

Roque de los Muchachos – Observatorium und Panorama

Der höchste Punkt der Insel, der Roque de los Muchachos auf 2.426 Metern Höhe, beherbergt eines der bedeutendsten astrophysikalischen Observatorien der Welt. Hier steht unter anderem das Gran Telescopio Canarias mit einem Spiegeldurchmesser von 10,4 Metern . Tagsüber bietet der Aussichtspunkt einen atemberaubenden Blick auf die Caldera de Taburiente, die umliegenden Inseln Teneriffa, La Gomera und El Hierro sowie – bei entsprechender Wetterlage – ein Meer aus Wolken unterhalb des Gipfels .

Astronomische Aussichtspunkte

Neben dem Observatorium verfügt jede Gemeinde der Insel über mindestens einen offiziellen „astronomischen Aussichtspunkt“ (Mirador de las Estrellas). Diese Plätze sind bewusst abseits von Lichtquellen angelegt und mit Informations­tafeln ausgestattet. Bekannte Beispiele sind der Mirador Llano de Jable in El Paso oder der Mirador Volcán de San Antonio in Fuencaliente .

Historische Städte und Inselalltag

Santa Cruz de La Palma

Die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma besticht durch ihr gut erhaltenes historisches Stadtbild. Koloniale Fassaden, kunstvoll verzierte Holzbalkone und verwinkelte Gassen prägen das Bild. Die Stadt lädt zum Bummeln ein – vorbei an der Kirche El Salvador, dem Rathaus und dem Mercado Municipal, wo regionale Produkte angeboten werden . Alleinreisende finden hier zahlreiche Cafés und Restaurants mit Terrassen, die zum Verweilen und Beobachten einladen.

Los Llanos de Aridane

Im sonnigen Westen der Insel liegt Los Llanos de Aridane, das wirtschaftliche Zentrum La Palmas. Der Ort ist lebendig und authentisch, mit palmengesäumten Plätzen, farbenfrohen Fassaden und einem regen Marktleben. Von hier aus sind sowohl die Vulkanlandschaften im Süden als auch die Strände von Tazacorte und Puerto Naos gut erreichbar .

Küsten und Strände – Schwarzer Sand und natürliche Pools

Die Küste La Palmas ist geprägt von schwarzem Vulkansand und dramatischen Klippen. Zu den schönsten Stränden zählt die Playa de Nogales im Nordosten – ein abgelegener Strand mit dunklem Sand, eingerahmt von steilen Felsen . Für ein Bad in geschützterem Ambiente bieten sich die natürlichen Pools (Charco) an. Besonders bekannt ist der Charco Azul an der Nordostküste – ein von Lavagestein umgebenes Meerwasserbecken mit Umkleiden und kleiner Bar .

Im Westen liegt der Strand von Puerto Naos, der sich gut zum Sonnenbaden und Schwimmen eignet und über eine gute Infrastruktur verfügt .

Kulinarik – Lokale Spezialitäten entdecken

Die kanarische Küste ist bodenständig und herzhaft. Alleinreisende können in den zahlreichen Tascas und Restaurants die regionalen Spezialitäten probieren:

Im Süden der Insel, in Fuencaliente, laden die Bodegas zu Weinproben ein. Die Vulkanschenkungen in dunkler, mineralreicher Erde verleihen den Weinen einen unverwechselbaren Charakter .

Praktische Tipps für Soloreisende

Anreise und Mobilität: La Palma verfügt über einen eigenen Flughafen (SPC) mit Direktverbindungen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern. Ein Mietwagen ist für die Erkundung der Insel empfehlenswert, da viele Wanderwege und Aussichtspunkte nur mit eigenem Fahrzeug erreichbar sind .

Beste Reisezeit: Besonders geeignet für Wanderungen sind die Monate März bis Juni sowie September bis November mit milden Temperaturen und geringerem Niederschlag .

Unterkünfte: Für Soloreisende bieten sich kleine Pensionen, familiengeführte Gästehäuser oder Ferienwohnungen an, die einen direkten Kontakt zu Gastgebern ermöglichen. Empfehlenswerte Standorte sind Santa Cruz de La Palma (für Kulturliebhaber), Los Llanos de Aridane (für Wanderer) oder Puntagorda (für Ruhesuchende) .

Packliste: Da die Temperaturen zwischen Küste und Bergregion um bis zu 15 Grad variieren können, ist mehrlagige Kleidung ratsam. Feste Wanderschuhe, Sonnenschutz, ein Reisetagebuch und ein aufgeladener Powerbank für längere Touren sind empfehlenswert .

Sicherheit: Die Insel gilt als sicher für Alleinreisende. Bei Wanderungen empfiehlt es sich, vorab den Wetterbericht zu prüfen und auf den markierten Wegen zu bleiben. In den Wintermonaten kann auf den Gipfelwegen Glatteisgefahr bestehen .

Fazit: Raum für den eigenen Rhythmus

La Palma bietet Soloreisenden eine seltene Kombination: die Freiheit, die Insel im eigenen Tempo zu erkunden, kombiniert mit einem Netzwerk an Begegnungsmöglichkeiten – sei es auf einer geführten Sternenwanderung, bei einer Weinprobe in einer Bodega oder beim Austausch mit Einheimischen auf einem Markt. Vulkanische Hänge, historische Städte und die offene Weite des Atlantiks liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Wer die „Isla Bonita“ solo bereist, findet vor allem eines: Raum für den eigenen Rhythmus in einer Landschaft, die ohne Inszenierung auskommt.

La Palma ist mit 708 Quadratkilometern Fläche und etwa 88.000 Einwohnern die fünftgrößte der Kanarischen Inseln . Seit 2002 ist die gesamte Insel als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Charakteristisch sind die ausgeprägte Topografie mit Höhen bis über 2.400 Metern, die vulkanischen Ursprungs ist, sowie die strikten Lichtschutzgesetze, die La Palma zu einem der weltweit bedeutendsten Zentren für Astrotourismus machen .

Anreise von Teneriffa nach La Palma: Fähre oder Flugzeug

Für Alleinreisende, die von Teneriffa aus nach La Palma weiterreisen möchten, stehen zwei praktische Optionen zur Verfügung: die Fähre oder das Flugzeug. Beide Verbindungen werden mehrmals täglich angeboten und sind gut auf die Bedürfnisse von Individualreisenden abgestimmt.

Mit der Fähre von Teneriffa nach La Palma

Die Fährverbindung ist die klassische Art des Inselhüpfens und bei Soloreisenden besonders beliebt, da sie Flexibilität bietet und das Reisen mit Gepäck oder einem Mietwagen ermöglicht, wenn die Mietwagenfirma das erlaubt!

Abfahrtshäfen auf Teneriffa:

Von Teneriffa aus verkehren Fähren nach La Palma von zwei verschiedenen Häfen:

HafenLageBesonderheit
Los CristianosSüden TeneriffasHauptverbindung, nahe den Ferienregionen
Santa Cruz de TenerifeNordosten TeneriffasAlternative Abfahrtsmöglichkeit 

Ankunftshafen auf La Palma:

Alle Fähren legen im Hafen von Santa Cruz de La Palma an, der Hauptstadt der Insel. Der Hafen liegt zentral und ist gut an das öffentliche Busnetz angebunden. Von hier aus erreichen Reisende alle Regionen der Insel .

Fährgesellschaften und Fahrzeiten:

Zwei Reedereien bedienen die Strecke zwischen Teneriffa und La Palma:

ReedereiRouteFahrzeitBesonderheit
Fred Olsen ExpressLos Cristianos – Santa Cruz de La Palma2 Stunden 30 MinutenHighspeed-Katamaran, mehrmals täglich 
Naviera ArmasLos Cristianos – Santa Cruz de La Palma2 Stunden 30 MinutenKonventionelle Fähre, ebenfalls täglich 

Aktuelle Abfahrtszeiten (Auswahl):

Die Rückfahrt von La Palma nach Teneriffa ist ebenfalls mehrmals täglich möglich, beispielsweise um 08:30 Uhr und 19:00 Uhr .

Preise und Buchung:

Die Preise für eine einfache Fährüberfahrt variieren je nach Saison und Reederei. Für Passagiere ohne Fahrzeug liegen die Kosten in der Regel zwischen etwa 50 und 80 Euro pro Person. Bei Mitnahme eines Mietwagens kommen zusätzliche Gebühren hinzu . Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen, besonders in der Hauptsaison.

Mit dem Flugzeug von Teneriffa nach La Palma

Für Reisende, die schneller ans Ziel kommen möchten oder empfindlich auf Seegang reagieren, ist das Flugzeug eine gute Alternative.

Fluggesellschaften:

Zwei Fluggesellschaften bedienen die Strecke zwischen Teneriffa und La Palma:

FluggesellschaftIATA-CodeBesonderheit
Binter CanariasNTGrößte innerkanarische Fluggesellschaft, sehr hohe Taktfrequenz 
CanaryflyPMRegionale Airline mit Hauptsitz auf Gran Canaria, ebenfalls mehrmals täglich 

Flughäfen:

Flugdauer:

Der Flug von Teneriffa nach La Palma dauert etwa 30 Minuten .

Flugfrequenz:

Beide Airlines bieten täglich mehrere Verbindungen an. Insgesamt verkehren wöchentlich etwa 137 Flüge zwischen den beiden Inseln . Canaryfly fliegt die Strecke mehrmals täglich, darunter beispielsweise:

FlugAbflug TFNAnkunft SPCTage
PM41207:4508:15täglich 
PM41809:4510:15täglich 
PM45518:0018:30variabel 
PM46820:1520:45täglich 

Besonderheiten:

Flugdauer:

Der Flug von Teneriffa nach La Palma dauert etwa 30 Minuten .

Fazit: Welche Option passt zu Soloreisenden?

Beide Optionen sind zuverlässig und gut organisiert, sodass die Weiterreise von Teneriffa nach La Palma problemlos gelingt.

Weitere Informationen: https://visitlapalma.es/de/

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